Erfolg im Zwetschenanbau durch Ausdünnung mit ATS

OGM Oberkirch, Susanne Früh
3307

Im Zwetschenanbau wechseln regelmäßig Jahre mit sehr hohen Erträgen und entsprechend niedrigen Erzeugerpreisen und Jahre mit schwachem Fruchtbehang, die unter dem Strich die Wirtschaftlichkeit des Zwetschenanbaues auf Dauer fraglich erscheinen lassen.

Bei Zwetschen gibt es zwar nach einem Jahr mit Überbehang oft trotzdem einen gewissen Blütenansatz, so dass man, anders als bei Kernobst, nicht direkt von Alternanz sprechen kann. Solche Blüten, die im Herbst nach einem Überbehang gebildet werden, sind aber oft mit weniger Reservestoffen ausgestattet. Das hat zur Folge, dass der Fruchtansatz in einem Frühjahr mit kritischem Blühwetter (wie z. B. im April 2012) geringer als erwartet ausfallen kann. Um diesen Kreislauf von Überbehang und schwachem Fruchtansatz im Folgejahr zu durchbrechen, hat die Obstbauberatung des OGM Oberkirch zusammen mit den Kollegen von der Obstbauberatung am LRA Offenburg in den vergangenen Jahren Versuche zur Ausdünnung bei Zwetschen durchgeführt. Dabei hat sich der Blattdünger Ammoniumthiosulfat (ATS) mit 22 l/ha sehr gut bewährt.
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Phosphonate sind organische und anorganische Derivate der Phosphonsäure (H3PO3), die auch als phosphorige Säure bezeichnet werden.

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Strategien zur Bekämpfung von Schaderregern unterliegen zwangsläufig Veränderungen.

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In den letzten Jahren zeigten sich beim Steinobst immer wieder Schäden, die durch Pseudomonas syringae pv. syringae bzw. Pseudomonas syringae pv. mors prunorum hervorgerufen wurden.

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