Bio-Pflanzenschutzstrategien in Steinobst

Erste Erfahrungen am Standort Klosterneuburg bei Pfirsich, Sauerkirsche und Brennkirsche

Dr. Lothar Wurm, Martina Staples
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Die Bedeutung des Biologischen Steinobstanbaues ist in Österreich noch ausbaufähig. Bei Zwetsche laufen seit einigen Jahren Projekte, die Biofläche auszuweiten.

Der biologische Kirschenanbau ist, nicht zuletzt durch die schwierige Kirschfruchtfliegenbekämpfung und, in den letzten Jahren, aufgrund des massiven Auftretens der Kirschessigfliege wohl nur mit Einnetzung durchführbar. Bei Pfirsich und Aprikose hingegen dürfte Bio-Produktion in Hinblick auf das wahrscheinliche Schaderregerspektrum eher realisierbar sein. Allerdings sollte bei Aprikose die derzeitige günstige Vermarktungssituation auch im konventionellen Bereich nicht darüber hinwegtäuschen, dass wegen der derzeit massiven Pflanzung von Massenträgersorten in einigen Jahren zumindest durchschnittliche Fruchtqualitäten schwierig vermarktbar sein könnten.
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Pflanzenschutz

Pflanzenschutz

Die nützlichen Räuber vom Bodensee

Es ist kein Geheimnis, dass Raubmilben schädigende Milben wie die Obstbaumspinnmilbe und die Rostmilbe zum Fressen gern haben.

Monika Bischoff-Schaefer
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Pflanzenschutz

Insektenpathogene Nematoden sind keine Lösung im Kampf gegen die Kirschfruchtfliege!

Die Bekämpfung der Kirschfruchtfliege Rhagoletis cerasi L. wird sich durch den Wegfall dimethoathaltiger Präparate zu einem der schwierigsten Probleme für den Pflanzenschutz im Obstbau entwickeln, wenn nicht in absehbarer Zeit Alternativen gefunden werden.

Arne Peters, Dr. Annette Herz, Dr. Heidrun Vogt, Dr. Kirsten Köppler, Peter Katz
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Pflanzenschutz

Regulierung der Feldmäuse im ökologischen Obstbau

Im ökologischen Obstbau sind zur Bekämpfung von Feld- und Schermäusen keine Rodentizide erlaubt (Verordnung (EWG) Nr. 2092/91).

Jürgen Zimmer
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Pflanzenschutz

Die Blutlaus: Einfluss von Nützlingen auf den Befall

Praxisbeobachtungen und Astprobenkontrollen zeigten in den letzten Jahren starken Befall der Apfelanlagen durch die Blutlaus (Eriosoma lanigerum).

Barbara Strobel, Dr. Christian Scheer, Martin Trautmann
3928
Pflanzenschutz

Feuerbrand: Blüten infizierter Birnenbäume können frühe Infektionsquellen sein

Seit mittlerweile zwei Jahren untersucht die ehemalige Landesanstalt für Pflanzenschutz die Blüten von Wirtspflanzen des Feuerbrands mit Hilfe einer schnellen und hochempfindlichen molekularbiologischen Nachweismethode (nested PCR, d. h. verschachtelte Polymerase-Kettenreaktion) auf Feuerbrandbakterien, die die Blüten vor der Infektion besiedeln.

Dr. Esther Moltmann, Mandy Viehrig
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Pflanzenschutz

Die Kirschblütenmotte – ein alter Schädling wird wieder zum Problem

In Thüringen werden zurzeit auf ca. 660 ha Sauerkirschen produziert, hauptsächlich für die industrielle Verwertung (Konservenindustrie, Saftproduktion).

Eveline Maring
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Pflanzenschutz

Bekämpfung des Steinobststerbens (Pseudomonas syringae) bei Zwetschen

Das Absterben ganzer Bäume ist in den letzten Jahren sowohl bei Zwetschen als auch bei Tafelkirschen zu einem Problem im Steinobstanbau geworden.

Susanne Früh
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Pflanzenschutz

Die Amerikanische Kirschfruchtfliege (Rhagoletis cingulata)

Die europäische Kirschfruchtfliege (Rhagoletis cerasi) ist vor allem in den warmen Teilen Süd- und Mitteleuropas ein bedeutender Schädling im Kirschenanbau.

Dr. H.-J. Krauthausen, Günter Hensel, Isabelle Lampe, Uwe Harzer, Werner Dahlbender
3666
Pflanzenschutz

Der Ohrwurm hat die Blutlaus zum Fressen gern

Der Befall durch die Blutlaus an Apfel ist in den letzten Jahren im Bodenseegebiet deutlich angestiegen.

Martin Trautmann
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Pflanzenschutz

Bekämpfung der Blutlaus mit Insektiziden

In Rheinhessen, aber auch anderen Anbaugebieten Deutschlands, ist in verschiedenen Apfelanlagen ein sehr starker Blutlausbefall festzustellen.

Günter Hensel, Werner Dahlbender
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Pflanzenschutz

Regulierung des Ohrwurms

In Deutschland leben ca. 7–9 Arten des Ohrwurms, wovon der gemeine Ohrwurm Forficula auricularia die Häufigste ist

Günter Hensel, Werner Dahlbender
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Pflanzenschutz

Einfluss von Unterlagen auf das „Zwetschensterben“

Im Versuchsbetrieb „Stutel“ der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) Würzburg/Veitshöchheim wurde im Dezember 1996 ein Zwetschen-Sorten-Unterlagen-Versuch gepflanzt (4,4 x 3 m, leichter Boden: sandiger Lehm, 50 % mit Tropfbewässerung, Erziehung als „extensive“ Spindel).

Hubert Siegler
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