Bekämpfung des Steinobststerbens (Pseudomonas syringae) bei Zwetschen

Praxiserfahrungen aus Mittelbaden

Susanne Früh
3901

Das Absterben ganzer Bäume ist in den letzten Jahren sowohl bei Zwetschen als auch bei Tafelkirschen zu einem Problem im Steinobstanbau geworden.

In der Region Mittelbaden sind in Zwetschenanlagen Baumausfälle von bis zu 60 % aufgetreten. Betroffen sind vor allem jüngere Anlagen, während sich bei älteren Bäumen eine gewisse Altersresistenz einstellt. Bei den Tafelkirschen scheinen die kanadischen Sorten anfälliger zu sein, bei Zwetschen sind die Sorten ‘Hermann’, ‘C. Schöne’, ‘Hanita’ und ‘Top’, aber auch viele neuere Sorten, besonders anfällig. In Fehlstellen nachgepflanzte Jungbäume sterben mit hoher Wahrscheinlichkeit oft schon im ersten oder zweiten Winter ab.
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Pflanzenschutz

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Der Ohrwurm im Kernobst

Der Ohrwurm (Forficula auricularia) ist ein nachtaktives, omnivores Insekt mit breitem Nahrungsspektrum, das häufig auf Obstbäumen während der Vegetationsperiode zu finden ist.

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Im Jahr 2020 wurde für die Südtiroler Landwirtschaft die Abdrift-vermindernde Technik verpflichtend eingeführt.

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Neben den regelmäßig auftretenden Hauptschädlingen werden immer wieder solche Schaderreger auffällig, die vornehmlich außerhalb der obstbaulichen Kulturen geeignete Lebensbedingungen vorfinden.

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Am Breitenhof in Wintersingen (BL) gibt es seit nunmehr zehn Jahren eine Biosicherheitsparzelle zur Testung von Präparaten gegen Feuerbrand mit künstlich erzeugtem Infektionsdruck.

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Der Apfelwickler präsentierte im Jahr 2023, wozu er fähig sein kann, sobald die Rahmenbedingungen passen: Sich vermehren und schädigen.

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Elsinoë-Flecken an Kernobst

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Die Mittelmeerfruchtfliege – Neuer oder alter invasiver Schädling

In der Vergangenheit gab es immer wieder Jahre mit einem Auftreten der Mittelmeerfruchtfliege (Ceratitis capitata) in Süddeutschland und entsprechenden Fruchtbefall an verschiedenen Obstarten.

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Pflanzenschutzmittel-Wirksamkeitsversuche im Obstbau am DLR Rheinpfalz in Neustadt/W.-teil-02

Nur wenn die Wirksamkeit eines jeden Pflanzenschutzmittels genau bekannt ist, kann Pflanzenschutzberatung – und damit letztlich ein nachhaltiger Einsatz der zur Verfügung stehenden Präparate – erfolgreich stattfinden.

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Die Baumwanzen und das Deutschlandtempo in der biologischen Schädlingsbekämpfung – ein Trauerspiel

Einige Baum- und Stinkwanzenarten verursachen durch ihre Saugtätigkeit massive Schäden an Früchten und anderen Pflanzenorganen.

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Biologische Bekämpfung der Marmorierten Baumwanze in Südtirol

Seit den ersten Funden im Jahr 2016 hat sich die Marmorierte Baumwanze (Halyomorpha halys) mittlerweile über weite Teile Südtirols ausgebreitet.

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