„Wer keine EU-Standards nachweist, verliert Marktzugang“

Österreich fordert konsequentere Durchsetzung der Importkontrollen

Fachgruppe OBSTBAU
7

Der österreichischen Bauernbundpräsident und ÖVP-Landwirtschaftssprecher Georg Strasser hat gemeinsam mit Abgeordneten der Regierungsfraktionen Entschließungsantrag für faire Wettbewerbsbedingungen und wirksame Importkontrollen bei Agrarerzeugnissen aus Drittstaaten in den Nationalrat unseres Nachbarlandes eingebracht. Dieser wurde nun angenommen. Damit fordert das österreichische Parlament konsequentere Kontrollen und klare Konsequenzen, wenn Drittstaaten die maßgeblichen Anforderungen der EU nicht erfüllen.

„Europa darf seine hohen Standards nicht an der Grenze aufgeben. Wer Lebensmittel auf den europäischen Markt bringen will, muss verlässlich nachweisen, dass die geltenden Anforderungen eingehalten werden“, betonte Georg Strasser bei seiner Rede im Nationalrat. Fehle dieser Nachweis, müsse der Marktzugang gestoppt werden. Das schütze die Konsumenten und verhindere Wettbewerb auf Kosten der heimischen Familienbetriebe.

Kontrolle beginnt vor dem Import
Gefordert wird die genaue Überprüfung, ob ein Drittstaat über ein verlässliches Kontroll- und Rückverfolgbarkeitssystem verfügt. Nur wenn die Einhaltung der europäischen Anforderungen glaubwürdig belegt wird, soll dann ein Produkt Zugang zum EU-Markt erhalten. Zahlreiche Produkte dürfen bereits jetzt nur von zugelassenen Ländern und genehmigten Betrieben in die EU eingeführt werden. Denn Agrarimporte gelangen nicht automatisch auf den europäischen Markt. Vor dem ersten Export überprüft die EU die Kontroll- und Zertifizierungssysteme eines Drittstaates. An den europäischen Außengrenzen folgen dann, je nach Produkt und Risikolage, Dokumenten-, Identitäts- und physische Kontrollen bis hin zu Laboranalysen.

So kann Schutz funktionieren
Bei Verstößen können Lieferungen zurückgewiesen, Kontrollen verschärft und Importe aus einzelnen Betrieben oder Staaten ausgesetzt werden. Dass dies funktioniert, zeigt das Beispiel Brasilien: Ab dem 3. September 2026 werden neue Vorgaben zum Schutz vor Antibiotikaresistenzen vollständig anwendbar. Kann Brasilien bis dahin kein ausreichendes Kontroll- und Rückverfolgbarkeitssystem nachweisen, dürfen betroffene tierische Produkte, darunter Rind- und Geflügelfleisch, nicht mehr auf den EU-Markt gebracht werden.
Auch der Marktzugang für ukrainische Agrarprodukte ist begrenzt. Für sensible Erzeugnisse wie Zucker, Geflügel, Eier, Weizen, Mais und Honig gelten Mengenbeschränkungen. Darüber hinaus hat sich die Ukraine verpflichtet, bis 2028 die europäischen Produktionsstandards einzuhalten.
„Die Beispiele aus Brasilien und die Ukraine zeigen, dass Marktzugang mit klaren Regeln, verlässlichen Nachweisen und wirksamen Schutzklauseln verbunden werden kann. Genau diese Konsequenz brauchen wir aber überall, wo europäische Standards nicht erfüllt werden“, postuliert Georg Strasser.

Gezielte EU-weite Maßnahmen gefordert
Die gemeinsame Handelspolitik fällt in die Zuständigkeit der EU. Entscheidend seien daher gezielte EU-weite Maßnahmen, wie verstärkte Kontrollen, Audits in Drittstaaten und, in letzter Konsequenz, die Aussetzung des Marktzugangs, wenn europäische Standards nicht eingehalten werden.
„Jeder, der die europäischen Anforderungen nicht erfüllt, soll seine Produkte auch nicht auf unserem Markt verkaufen dürfen. So schaffen wir faire Wettbewerbsbedingungen, stärken das Vertrauen der Konsumenten und schützen unsere heimische Lebensmittelproduktion“, fordert Georg Strasser.

Über den Autor

Quelle: Pressestelle des ÖVP-Parlaments

Österreich

Österreich

„Wer keine EU-Standards nachweist, verliert Marktzugang“

Der österreichischen Bauernbundpräsident und ÖVP-Landwirtschaftssprecher Georg Strasser hat gemeinsam mit Abgeordneten der Regierungsfraktionen Entschließungsantrag für faire Wettbewerbsbedingungen und wirksame Importkontrollen bei Agrarerzeugnissen aus Drittstaaten in den Nationalrat unseres Nachbarlandes eingebracht.

Fachgruppe OBSTBAU
7
Österreich

Der Kampf um jede Arbeitskraft

Die Frage klingt provokant, ist aber längst keine theoretische mehr: Wer wird dieses Jahr die Früchte in Österreichs Obstanlagen ernten?

Manfred Kohlfürst, Polona Scheuba
90
Österreich

Ein Prozent reicht nicht! Warum der Obstbau dringend Entlastung braucht

Dass die hohen Lohnkosten den österreichischen Obstbau massiv unter Druck setzen und unsere Wettbewerbsfähigkeit schwächen, ist seit Jahren bekannt.

Manfred Kohlfürst, Polona Scheuba
333
Österreich

Österreichs Wasser wird knapp

Die aktuellen Zahlen der Grundwasserstände in Österreich sind alarmierend: Rund 70 % sind bereits Anfang Mai zu niedrig. Besonders betroffen seien laut aktuellen Analysen Oberösterreich, Salzburg und Kärnten.

Fachgruppe OBSTBAU
138
Österreich

Österreich: Regierung zieht Agrardiesel-Vergütung um ein Jahr vor

Die österreichische Regierung zieht die Agrardiesel-Vergütung vor. Die Auszahlungen sollen nicht, wie in den laufenden Budgetverhandlungen zunächst vereinbart, im Dezember 2027 und 2028 erfolgen, sondern bereits jeweils ein Jahr zuvor, teilte das Landwirtschaftsministerium Österreichs kürzlich mit.

Fachgruppe OBSTBAU
153
Österreich

Pflanzenschutzzulassungen – wie fachliche Entscheidungen politisch werden

Die Diskussion rund um das Insektizid Movento (Wirkstoff Spirotetramat) zeigt sehr deutlich, wie aus fachlichen Bewertungen politische Entscheidungen werden.

Manfred Kohlfürst, Polona Scheuba
399
Österreich

Umsatzsteuersenkung in Österreich: Entlastung für Konsumenten, Druck auf Betriebe

Die österreichische Regierung hat vor einigen Monaten eine Senkung der Umsatzsteuer auf ausgewählte Lebensmittel angekündigt.

Manfred Kohlfürst, Polona Scheuba
307
Österreich

Preis-Schmerzgrenze: Beim Apfel streng, bei Schokolade egal?

Beim bewussten Durchgang durch den Supermarkt fällt einem manchmal auf, wie unterschiedlich Preise wahrgenommen und argumentiert werden.

Manfred Kohlfürst, Polona Scheuba
528
Österreich

Frühstück für Hälfte der Österreicher am wichtigsten - Frisches Obst und Gemüse wichtiger Bestandteil

IMAS-Studie: 47 % der Österreicher halten das Frühstück für die wichtigste Mahlzeit. Obst und Gemüse bleiben konstant gefragt – während Milch- und Fleischkonsum sinken.

Fachgruppe OBSTBAU
241
Österreich

Gratis-Apfel zum Jahresstart: PENNY Österreich legt jeder foodora-Bestellung einen Apfel bei

Frisch ins neue Jahr zu starten, ist oft leichter als gedacht – manchmal reicht dafür schon ein einziger Apfel. PENNY Österreich will pünktlich zum Jahreswechsel ein kleines, aber wirkungsvolles Zeichen für mehr Frische im Alltag setzen und legt bis Ende Januar kostenlos in jede Bestellung, die im PENNY Onlineshop via foodora getätigt wird, einen “Ich bin Österreich”-Apfel.

Fachgruppe OBSTBAU
335
Österreich

Steuersenkung in Österreich: Apfel wird billiger, Banane nicht

Welche Produkte profitieren von der Mehrwertsteuersenkung in Österreich? Vizekanzler Andreas Babler gab in einer ORF-Pressestunde erstmals ausführlich Auskunft, was alles billiger werden soll.

Fachgruppe OBSTBAU
387
Österreich

Ein bewegter Start ins neue Jahr

Der Jahresbeginn hat in Österreich bereits für viel Bewegung gesorgt. Mitte des Monats beschloss die österreichische Regierung überraschend eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel.

Manfred Kohlfürst, Polona Scheuba
542
Anzeige