Österreich: Regierung zieht Agrardiesel-Vergütung um ein Jahr vor

Zuschuss voraussichtlich bei rund 16 Cent je Liter

Fachgruppe OBSTBAU
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Die österreichische Regierung zieht die Agrardiesel-Vergütung vor. Die Auszahlungen sollen nicht, wie in den laufenden Budgetverhandlungen zunächst vereinbart, im Dezember 2027 und 2028 erfolgen, sondern bereits jeweils ein Jahr zuvor, teilte das Landwirtschaftsministerium Österreichs kürzlich mit. Der Zuschuss werde voraussichtlich rund 16 Cent je Liter betragen. Weitere Details zum künftigen Modell und den Auszahlungsmodalitäten werden noch verhandelt.

Der Iran-Krieg und die damit verbundenen Anstiege von Diesel- und Düngemittelpreisen setzen auch die österreichischen Landwirte massiv unter Druck. "Mit dem Vorziehen der Auszahlung um ein Jahr wirken wir den aktuell hohen Preisen entgegen und stärken die Liquidität unserer Betriebe", wurden Agrarminister Norbert Totschnig und Bundeskanzler Christian Stocker (beide ÖVP) zitiert. Im Doppelbudget sind dafür 100 Millionen Euro vorgesehen.

Zustimmung kam vom ÖVP-Bauernbund, von ÖVP-Generalsekretär Nico Marchetti und von der Landwirtschaftskammer Österreich. Bauernbund-Präsident Georg Strasser sprach in einer Aussendung von "einer wichtigen Entlastung in einer wirtschaftlich angespannten Phase für die heimische Landwirtschaft". Die Agrardiesel-Verlängerung leiste für Marchetti "einen entscheidenden Beitrag für leistbare Lebensmittel".
Landwirtschaftskammer-Österreich-Präsident Josef Moosbrugger begrüßt die "dringend notwendige" Auszahlung schon 2026: "Da aktuell eine wirtschaftlich extrem schwierige Situation für die Betriebe herrscht - mit hohen Kosten, niedrigen Erzeugerpreisen und bescheidenen Ernteerwartungen - ist die Auszahlung schon 2026 dringend notwendig. Eine nachhaltige Verbesserung der Lage wird aber nur durch kostendeckende Preise für unsere Produkte und eine Weiterentwicklung der Märkte erreicht", verdeutlichte er.

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Quelle: AIZ.info, APA

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