Zum Wohle der Mitglieder – was steckt hinter der AGRORISK-Gruppe?
Was vor über 30 Jahren als Antwort auf ansteigende Anforderungen in der Versicherungslandschaft begann, ist heute ein bewährtes Erfolgsmodell. Seit 1995 bündeln die Gartenbau-Versicherung VVaG und die Vereinigte Hagelversicherung VVaG in dieser strategischen Partnerschaft ihre Kompetenzen – und setzen dabei konsequent auf das Prinzip: gemeinsam stark, individuell spezialisiert. Bereits Anfang der 1990er Jahre standen beide Versicherer vor ähnlichen Herausforderungen: Die Nachfrage nach maßgeschneiderten Versicherungslösungen nahm zu, gleichzeitig wuchs der regulatorische Druck auf dem europäischen Markt. Die logische Konsequenz: enger zusammenarbeiten, Synergien nutzen – ohne die eigene Identität aufzugeben. Die AGRORISK-Gruppe vereint seither das Beste aus zwei Welten: um-fassendes Know-how in der Ernteversicherung und tiefes Branchenwissen im Gartenbau. Ihre wirt-schaftliche Eigenständigkeit haben beide Partner dabei stets gewahrt – ebenso wie ihre klare Ausrich-tung auf die Bedürfnisse der jeweiligen Mitglieder.
Absicherung der Mitglieder hat Priorität
Beide Unternehmen sind ähnlich strukturiert und teilen ihr Selbstverständnis als Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit. Das Wohl der Mitgliedsbetriebe und deren zuverlässige Existenz-Absicherung ste-hen an erster Stelle. So profitieren die Mitglieder in mehrfacher Hinsicht von der AGRORISK-Gruppe. Durch den kontinuierlichen Austausch auf Vorstands- und Arbeitsebene wurden in den letzten Jahrzehn-ten viele Synergien erzielt – im Operativen etwa bei gemeinsamen Messeauftritten und der Prozessop-timierung. „Wir bündeln unsere Expertise, analysieren Markttrends und justieren die Ausrichtung beider Gesellschaften effizient und zukunftsfähig. Das hat neben Zeit sicher auch einiges an finanziellen Res-sourcen eingespart, die wir zum Wohle unserer Mitglieder an anderer Stelle einsetzen konnten“, so Dr. Philipp Schönbach, Vorstandssprecher der VEREINIGTEN HAGEL.
Gemeinsamer Einsatz für zukunftsfähige Strategien
Eine aktuelle Herausforderung für beide Versicherer ist der Strukturwandel in der Landwirtschaft und im Gartenbau. Hinzu kommen wachsende Naturgefahren aufgrund des Klimawandels und innovative Technologien, die es mit neuen Versicherungsprodukten abzusichern gilt. „Mit der Internationalisierung unseres Geschäfts setzen wir ein Gegengewicht und konnten unsere finanzielle Stabilität weiter ausbauen“, erläutert Christian Senft, Vorstandsvorsitzender der Gartenbau-Versicherung. Bei der VEREINIGTEN HAGEL sieht das Bild ähnlich aus. Die breitere Risikostreuung durch das Auslandsgeschäft, der wachsame Blick auf Branchentrends, die sorgfältige Modellierung möglicher Zukunftsszenarien und eine Produktentwicklung, die im Idealfall schon heute den Bedarf von morgen erkennt, sind weitere Aspekte der Zukunftssicherung. Dazu arbeiten die Partner auf vielen Ebenen eng zusammen.
Das gemeinsame Ziel: „Wir wollen unsere Mitglieder weiterhin kostengünstig und zuverlässig absichern, ihre Berufsstände unterstützen. Vor allem ist uns das partnerschaftliche Prinzip der Versicherung auf Gegenseitigkeit sehr wichtig“, betonen die beiden Vorstände Christian Senft und Dr. Philipp Schönbach voller Überzeugung.
News & Infos
WAPA: Europäische Apfelbestände um 7 % zugenommen
Aktuelle Zahlen der WAPA (World Apple and Pear Association) zeigen, dass die Apfelbestände in der EU im Vergleich zum Vorjahr 2023 um 7 % auf 715.578 Tonnen zugenommen haben. Die Birnenbestände sind sogar um 31,1 % auf 71.273 Tonnen gestiegen. Die WAPA veröffentlichte die Zahlen zu den Apfel- und Birnenbeständen in der EU immer zum 1. Juni 2024.
Schülerzahl an Fachschulen für Grüne Berufe sinkt erneut
Im Jahr 2023 sank die Schülerzahl an den ein- und zweijährigen Fachschulen gegenüber dem Vorjahr um 161. Damit setzt sich der rückläufige Trend der vergangenen Jahre fort.
Japankäfer: gefährlicher Pflanzenschädling im deutschen Grenzgebiet
Der meldepflichtigen Japankäfer (Popillia japonica) wurde in Basel - und damit in unmittelbarer Nähe zur deutschen Grenze gesichtet. Die Europäische Union stuft den Japankäfer als so genannten „prioritären Quarantäneschädling“ ein, dessen Auftreten durch jedermann meldepflichtig ist.
EU-Hilfen bei Frostschäden auch für deutsche Betriebe?
Die EU-Kommission hatte in dieser Woche Krisenhilfen aus der Agrarreserve für Österreich, Tschechien und Polen in Höhe von 62 Millionen Euro in Aussicht gestellt, um die dortigen Ertragsausfälle durch Frost- und Hagel in Obst-, Gemüse- und Weinbaubetrieben zu kompensieren – ohne Deutschland in die Hilfsmaßnahme einzubeziehen.
Der Bundesrat stimmt neuem Düngegesetz nicht zu
Der Bundesrat hat in seiner Plenarsitzung am 5. Juli 2024 dem zweiten Gesetz zur Änderung des Düngegesetzes die Zustimmung verweigert. Das Gesetz sollte unter anderem die Grundlagen für die Nährstoffbilanzverordnung und die Monitoringverordnung bilden.
Neue QS-Arbeitshilfe „Abdriftvermeidung“
Auswertungen aus dem QS-Rückstandsmonitoring belegen: QS-zertifizierte Erzeuger von Obst, Gemüse und Kartoffeln arbeiten bei der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln sehr sorgfältig. Dennoch kommt es trotz durchgängig guter fachlicher Praxis vor, dass Produkte aufgrund vorliegender Analyseergebnisse von QS beanstandet werden müssen.
Machen Sie mit: Die Hummel-Challenge vom 20. Juni bis 3. Juli 2024
Die Hummel-Challenge findet einmal im Frühjahr und einmal im Sommer statt. Während im Frühjahr vor allem Hummel-Königinnen erfasst werden, geht es nun im Sommer, vom 20. Juni bis 3. Juli, darum, möglichst viele verschiedene Hummeln auf unterschiedlichen Pflanzen zu fotografieren.
Glyphosat: Anwendungseinschränkungen bleiben bestehen
Der Bundesrat hat am 14. Juni 2024 einer erneuten Änderung der Pflanzenschutz-Anwendungsverordnung (PflSchAnwVO) zugestimmt. Sie wird ab dem 1. Juli 2024 gelten. Damit gibt es für Anbauer zwar nun Rechtssicherheit – aber die Bundesfachgruppe Obstbau fordert weiterhin mit allem Nachdruck eine Aufhebung des fachlich nicht zu begründenden Anwendungsverbotes für Glyphosat in Wasserschutzgebieten.
Pflanzenschutz zukunftsfest machen statt Rückbauprogramm für die Landwirtschaft
Anlässlich der Befragung der Bundesregierung im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft des Deutschen Bundestages am 12.06.2024 appellieren 30 Verbände der Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft an das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), die Vorschläge für ein „Zukunftsprogramm“ Pflanzenschutz zurückzuziehen.
Transformationsbericht des BMEL
Das Bundeskabinett hat jüngst den Transformationsbericht „Nachhaltige Agrar- und Ernährungssysteme“ verabschiedet. Darin werden Wege aufgezeigt, wie Landwirtschaft, Ernährungswirtschaft und Forstwirtschaft in Zeiten der Klimakrise für ausreichende und gesunde Ernährung sorgen und gleichzeitig zum Schutz der Gesundheit von Mensch, Tier und Ökosystemen sowie des Klimas beitragen.
Mehr Hautkrebsfälle durch UV-Strahlung – Sonnenschutz ist unerlässlich
Angesichts deutschlandweit steigender Hautkrebserkrankungen ist es unerlässlich, dass sowohl Betriebe als auch Beschäftigte in der Grünen Branche angemessene Maßnahmen zum Sonnenschutz ergreifen.
Änderung des Düngegesetzes vom Bundestag beschlossen
Der Deutsche Bundestag hat die vom BMEL vorgelegten Änderungen des Düngegesetzes beschlossen. die von Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir erarbeiteten Novelle soll landwirtschaftlichen Betriebe künftig mehr Planungssicherheit bieten und gleichzeitig den Umweltschutz verbessern.