Im Rahmen des zweiten QS‑Laborkompetenztests im Jahr 2025 hatten sich 56 Labore aus 18 Ländern der analytischen Herausforderung in der Testmatrix Aubergine gestellt. Wie bereits in den vorangegangenen Tests, zeigte sich auch dieses Mal die hohe Bedeutung regelmäßiger Kompetenzprüfungen für eine verlässliche Rückstandsanalytik im QS‑System.
Breites Teilnehmerfeld mit stabiler Gesamtleistung Die Ergebnisse im Überblick:
Von den teilnehmenden Laboren waren 42 Labore QS‑anerkannt. Fünf dieser anerkannten Labore bestanden den Test nicht.
Weitere 11 Labore befinden sich aktuell im Anerkennungsverfahren, drei nahmen als Drittlabor teil. Sechs dieser Labore erfüllten die erforderlichen Vorgaben zum Bestehen nicht.
Ein Labor reichte keine Ergebnisse ein.
Neue analytischen Herausforderungen Als Testmaterial verschickte QS diesmal Auberginen. Diese Gemüseart weist als Matrix einen moderat anspruchsvollen Schwierigkeitsgrad auf. Die lilafarbene Schale der Aubergine ist besonders reich an sekundären Pflanzenstoffen wie Anthocyanen und Phenolsäure, welche signifikante Matrixeffekte verursachen können. Für den Test wurden zwei leicht unterschiedliche Testmaterialien verwendet: Dass die gestellte Aufgabe insgesamt gut zu meistern war, bewiesen 26 der Labore (46 %). Sie identifizierten und quantifizierten alle Wirkstoffe korrekt und erreichten damit die Maximalpunktzahl von +2. Unter diesen befanden sich 24 der QS‑anerkannten Labore. In zwei Testmaterialien wurden insgesamt 11 Wirkstoffe kontrolliert – darunter vier Wirkstoffe, die erstmals in einem QS‑Laborkompetenztest untersucht wurden: Proquinazid, Mepronil, Benthiavalicarb‑isopropyl sowie Furathiocarb (Metabolit aus der Rückstandsdefinition von Carbofuran). Damit führt der Test die Praxis fort, regelmäßig neue und bislang nicht geprüfte Wirkstoffe in Kombination mit wechselnden Matrizen einzubeziehen, um die analytische Kompetenz der Labore auch in weniger gängigen Wirkstoff‑Matrix‑Kombinationen zu überprüfen.
Fazit: Gute Ergebnisse – aber weiter Optimierungsbedarf 80 % der Labore haben den Test bestanden. Damit liegt das Gesamtergebnis zwar im guten Bereich, fällt im Vergleich zu anderen Tests der letzten Jahre jedoch etwas schwächer aus. Besonders auffällig:
Zwei der vier erstmals geprüften Wirkstoffe (Mepronil, Furathiocarb) erwiesen sich als analytisch besonders anspruchsvoll.
Die Analytik von Metaboliten zur Überwachung komplexer Rückstandsdefinitionen bleibt ein herausfordernder Knackpunkt in der Laborpraxis.
Auch die Einzelmethodenanalytik von Glyphosat war Bestandteil des Tests. Dieser Parameter wurde ausgewählt, da er im Jahr 2026 im EU‑koordinierten Kontrollprogramm als zu überprüfender Wirkstoff für die Matrix Aubergine gelistet ist. 24 % der Labore konnten Glyphosat nicht korrekt quantifizieren – ein deutlicher Hinweis auf weiteren Verbesserungsbedarf.
Diese Erkenntnisse liefern wertvolle Impulse für den fachlichen Austausch beim QS‑Laborleitertreffen, das im Rahmen der Fruit Logistica am 3. Februar in Berlin stattfindet.
Im Jahr 2023 hat das jährliche Pachtentgelt je Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche bundesweit durchschnittlich 357 Euro betragen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach den Ergebnissen der Agrarstrukturerhebung 2023 mitteilt, entsprach dies einem Anstieg von 9 % gegenüber 2020 (329 Euro).
Ein Forschungsteam unter Federführung des JKI-Instituts für Züchtungsforschung an Obst untersucht mit neuartigen Technologien das komplexe Erbgut der bedeutenden Sauerkirschsorte und zieht Rückschlüsse auf Entstehung der Obstart.
Der Ärztliche Sachverständigenbeirat Berufskrankheiten (ÄSVB) – ein weisungsunabhängiges Gremium, das beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) angegliedert ist – hat empfohlen, das Parkinson-Syndrom durch chemische Pflanzenschutzmittel als neue Berufskrankheit in die Berufskrankheiten-Verordnung aufzunehmen.
Das Bundeslandwirtschaftsministerium hatte im Oktober 2022 den „Zukunftskongress Gartenbau“ ausgerichtet. Dessen Ergebnisdokumentation zeigt vielfältige Handlungsoptionen und Notwendigkeiten für die Zukunft der Branche auf.
Mit dem ausgewiesenen Ziel, mit nachhaltigem Pflanzenschutz die Ernten der Zukunft zu sichern, hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) einen breiten Beteiligungsprozess für das "Zukunftsprogramm Pflanzenschutz"...
Eine Erdbeer-Kontaktgruppe, bestehend aus Vertretern von Erzeuger- und Exportverbänden aus Frankreich, Italien, Portugal und Spanien traf sich Anfang April, die Aussichten für diese Saison zu diskutieren.
In Australien ist eine erste gentechnisch veränderte Banane der Sorte ‘Cavendish‘ zugelassen worden. Kann dadurch die wichtigste Handelssorte der Welt gerettet werden?
Die Schorlemer Stiftung des Deutschen Bauernverbandes bietet für Fachkräfte und Studierende aus den Bereichen Landwirtschaft, Gartenbau und Weinbau sowie verwandter Agrarbereiche ab August eine einzigartige Gelegenheit, ihre Fähigkeiten in einem internationalen Umfeld zu erweitern.
Die Trilog-Verhandlungen zwischen der EU-Kommission, dem EU-Parlament und dem EU-Rat zur Verpackungs- und Verpackungsabfallverordnung haben mit der ersten Sitzung am 5. Februar 2024 begonnen.
Die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) fördert seit dem 1. März den Neukauf ausgewählter Produkte, die bei der Arbeit gegen Sonne und Hitze schützen.
Das Schnellwarnsystem für Futter- und Lebensmittel (RASFF) der Europäischen Kommission veröffentlichte am 4. März 2024 eine Bekanntmachung, dass in marokkanischen Erdbeeren Der Erreger für Hepatitis A nachgewiesen wurde.