Kalifornien ist jetzt frei von invasiven Fruchtfliegen

Fachgruppe OBSTBAU
6756

Der Tier- und Pflanzengesundheitsinspektionsdienst (APHIS) des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA) und das kalifornische Ministerium für Ernährung und Landwirtschaft (CDFA) gaben Ende August bekannt, dass sie nach einem Jahr harter Arbeit alle invasiven Fruchtfliegenpopulationen im Bundesstaat erfolgreich ausgerottet haben.

"Invasive Fruchtfliegen gehören zu den zerstörerischsten und kostspieligsten Schädlingen weltweit und bedrohen mehr als 400 Obst- und Gemüsearten, darunter viele der wertvollsten Nutzpflanzen Kaliforniens wie Orangen, Trauben, Mangos, Blaubeeren und Tomaten", erklärte Jenny L. Moffitt, Unterstaatssekretärin für Regulierungs- und Marketingprogramme des USDA. "Die Ausrottung dieser Schädlinge ist ein großer Sieg für die kalifornische Agrarwirtschaft.“
Die gemeinsamen Ausrottungsbemühungen betrafen den Befall von fünf eingeschleppten Arten:
•    Orientalische Fruchtfliege (Bactrocera dorsalis),
•    Kürbisfruchtfliege/Tau-Fruchtfliege (Zeugodacus tau),
•    Queensland-Fruchtfliege (Bactrocera tryoni),
•    Mexikanische Fruchtfliege (Anastrepha ludens)
•    Mittelmeerfruchtfliege (Ceratitis capitata).
Mit der erfolgreichen Ausrottung dieser fünf Arten wurde die Quarantäne in den Bezirken Contra Costa, Los Angeles, Orange, Sacramento, San Bernardino, Santa Clara, San Diego, Riverside und Ventura aufgehoben. Dadurch fielen die entsprechenden Beschränkungen auf Tausenden Hektar kommerzieller Landwirtschaft.

Schnelle und wirksame Maßnahmen ergriffen
Der Ausbruch der Fruchtfliegeninvasion im Jahr 2023 war der schlimmste seiner Art in Kalifornien. Er hatte zum ersten Mal Quarantänen für Tau- und Queensland-Fruchtfliegen in den Vereinigten Staaten und der westlichen Hemisphäre zu Folge. Um schnelle und wirksame Maßnahmen gegen den Ausbruch zu erreichen, hat das US-amerikanische Landwirtschaftsministerium 103,5 Mio. US-Dollar von der Commodity Credit Corporation für APHIS bereitgestellt.
APHIS entsandte Hunderte von Mitarbeitern, um gemeinsam mit der CDFA und den Landwirtschaftskommissaren Fallen aufzustellen, Obst aus den Anlagen zu entfernen und umfangreiche Erhebungsaktivitäten durchzuführen. Das Team nutzte fortschrittliche Ausrottungstechniken, einschließlich der Freisetzung steriler Mittelmeer- und mexikanischer Fruchtfliegen, um die Vermehrung der o.a. invasiven Arten zu stören. Außerdem kam das Präparat Spinosad zum Einsatz und es wurden neue regulatorische Behandlungen für den sicheren Transport von kommerziellen Zitrusfrüchten aus den Quarantänegebieten erarbeitet.
Branchenvertreter forderten auch die Einwohner der betroffenen Gebiete auf, Vorsichtsmaßnahmen zu befolgen und auf Anzeichen invasiver Arten zu achten. Es wurde dazu geraten, mit den Landwirtschaftsbehörden zu kooperieren, Obst- und Gemüsepflanzen nur aus lizenzierten kalifornischen Gärtnereien zu beziehen, die Inspektion Ihres Gartens zu ermöglichen und die Einfuhr von landwirtschaftlichen Produkten aus anderen Ländern in die Vereinigten Staaten zu vermeiden.

Gemeinsame Anstrengungen waren erfolgreich
CDFA-Sekretärin Karen Ross betonte die Bedeutung der öffentlichen Zusammenarbeit bei diesen Bemühungen: " Dieses Engagement unterstreicht, wie wichtig kontinuierliche Investitionen in Maßnahmen zur Beseitigung von Schädlingen sind. Wir sind stolz auf das, was wir mit Hilfe der Einwohner Kaliforniens erreicht haben. Ihre Unterstützung war entscheidend für die Ausrottung dieser Schädlinge und ist auch weiterhin unerlässlich, um unsere Lebensmittelversorgung und unsere natürlichen Ressourcen vor zukünftigen invasiven Bedrohungen zu schützen", sagte sie.

Über den Autor

Quelle: Freshfruitportal

News & Infos

News & Infos

Neue Kampagne von ALDI SÜD: Der Discounter macht Nachhaltigkeit zur „normalsten Sache der Welt“

ALDI SÜD verkündete just, dass der Konzern sein Angebot an nachhaltigeren Lebensmitteln (d.h. Bio-Produkte, regionales Obst und Gemüse oder Fleisch aus den höheren Haltungsformen) stetig ausbauen will. Wie der Discounter auf diese Weise Nachhaltigkeit zur „normalsten Sache der Welt“ machen will, zeigt Aldi Süd jetzt in seiner neuen Marketingkampagne, die am 21. Mai startet.

Fachgruppe OBSTBAU
10263
News & Infos

CO2-Fußabdruck von Bodenseeäpfeln

Im Sommer 2023 wurden im Rahmen der Initiative „FAIRDI – natürlich vom Bodensee“ CO2-Fußabdrücke für Äpfel von 22 Obstbaubetrieben sowie für typische Bodenseeäpfel ermittelt, um Optimierungspotentiale für einen ressourcenschonenden Apfelanbau zu identifizieren.

Fachgruppe OBSTBAU
7633
News & Infos

Erweiterung der Mautpflicht ab Juli 2024

Am 24.11.2023 wurde das „Dritte Gesetz zur Änderung mautrechtlicher Vorschriften“ (3. MautÄndG) im Bundesgesetzblatt Teil I Nr. 315 verkündet. Die Regelungen des Gesetzes treten 2024 in verschiedenen Stufen in Kraft.

Fachgruppe OBSTBAU
6961
News & Infos

Polnische Landwirte protestieren gegen europäische Umweltvorschriften

Letzte Woche gingen Tausende von Landwirten in der polnischen Hauptstadt Warschau auf die Straße, um gegen die Umweltpolitik der Europäischen Union (EU) zu protestieren, berichtet Vilt.be.

Vilt.be
6667
News & Infos

EU-weit mehr als 300 Fälle von zu hohen PSM-Rückständen in Obst und Gemüse

In der Saison 2023/2024 wurden bei stichprobenartigen Rückstandsuntersuchungen bis April 2024 in 361 Fällen zu hohe Pflanzenschutzmittelrückstände in Obst und Gemüse festgestellt, wie der spanische Infodienst Hortoinfo.es in einem Bericht mitteilte.

Hortoinfo.es
7370
News & Infos

“Zukunftsprogramm Landwirtschaft” in der Kritik

Unwissenschaftlich, unausgegoren und untauglich - mit diesen klaren Worten kommentiert der Industrieverband Agrar e.V. (IVA) die “Diskussionsgrundlage für die Erarbeitung eines Zukunftsprogramms Pflanzenschutz”.

Fachgruppe OBSTBAU
6762
News & Infos

Schimmel an Erdbeeren aus dem Mittelmeerraum - ein Problem?

Das NDR-Verbrauchermagazin "Markt" hat Stichproben von frühen Erdbeeren aus dem Mittelmeerraum bei Edeka, Lidl, Rewe und einem örtlichen Gemüsehändler gekauft. Die Erdbeeren kamen aus Spanien, Griechenland und Italien.

NDR
6819
News & Infos

Pachtpreise weiter gestiegen

Im Jahr 2023 hat das jährliche Pachtentgelt je Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche bundesweit durchschnittlich 357 Euro betragen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach den Ergebnissen der Agrarstrukturerhebung 2023 mitteilt, entsprach dies einem Anstieg von 9 % gegenüber 2020 (329 Euro).

Destatis
9187
News & Infos

Genomsequenz der Schattenmorelle entschlüsselt

Ein Forschungsteam unter Federführung des JKI-Instituts für Züchtungsforschung an Obst untersucht mit neuartigen Technologien das komplexe Erbgut der bedeutenden Sauerkirschsorte und zieht Rückschlüsse auf Entstehung der Obstart.

JKI
6877
News & Infos

Neu als Berufskrankheit anerkannt: Parkinson-Syndrom durch chemische Pflanzenschutzmittel

Der Ärztliche Sachverständigenbeirat Berufskrankheiten (ÄSVB) – ein weisungsunabhängiges Gremium, das beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) angegliedert ist – hat empfohlen, das Parkinson-Syndrom durch chemische Pflanzenschutzmittel als neue Berufskrankheit in die Berufskrankheiten-Verordnung aufzunehmen.

SVLFG
8535
News & Infos

Pflanzenschutz-App geht in Deutschland an den Start

Rund 30 Landwirte und landwirtschaftliche Berater in Deutschland testen in einem Pilotprojekt die neue Pflanzenschutz-App „AgriGuide“.

IVA
7720
News & Infos

Maßnahmenpaket Zukunft Gartenbau an Staatssekretärin Bender übergeben

Das Bundeslandwirtschaftsministerium hatte im Oktober 2022 den „Zukunftskongress Gartenbau“ ausgerichtet. Dessen Ergebnisdokumentation zeigt vielfältige Handlungsoptionen und Notwendigkeiten für die Zukunft der Branche auf.

ZVG
6859
Anzeige