Martin Hahn MdL, agrarpolitischer Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen im Landtag von Baden-Württemberg bezieht Position zu Mindestlohn, Saisonarbeitskräften und weiteren drängenden Themen des Obstbaus.
Eine mehr als schwierige Situation am Obstmarkt, steigende Arbeitskosten, zunehmende Wetterextreme und immer größere Wettbewerbsnachteile gegenüber dem europäischen Ausland führen bei immer mehr Betrieben zu der Existenzfrage: Hat der Obstbau in Deutschland überhaupt noch eine Zukunft?
In unserem Gespräch mit Hubert Bernhard, Präsident des Landesverbands Erwerbsobstbau Baden-Württemberg und stellvertretender Vorsitzender der Bundesfachgruppe Obstbau, bezieht Martin Hahn deutlich Stellung: Er unterstützt eine praktikablere Drittstaatenregelung sowie eine Abschlagsregelung beim gesetzlichen Mindestlohn für Saisonarbeitskräfte, um die Wettbewerbsfähigkeit des heimischen Obstbaus zu sichern.
Darüber hinaus diskutieren wir die Fragen:
Wie kann die Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Obstbaus langfristig erhalten werden?
Welche Folgen haben Klimawandel, Frost, Hagel und Trockenheit für unsere Betriebe?
Welche politischen Entscheidungen sind jetzt notwendig?
Welche Chancen bieten Innovationen wie die Agri-Photovoltaik?
Am Ende steht trotz aller Krisenthemen eine klare Haltung: Der deutsche Obstbau hat mit die besten Produkte Europas – jetzt kommt es darauf an, das auch zu zeigen und die nächste Generation für den Beruf zu gewinnen. Umso wichtiger ist es, dass Politik und Praxis jetzt gemeinsam die richtigen Weichen stellen. Hören Sie, was Martin Hahn und Hubert Bernhard am Ende trotz allem Mut macht!
Über den Autor
Fachgruppe Obstbau; Joerg Hilbers (Geschäftsführer); Martin Hahn (MdL), Bündnis 90/Die Grünen; Hubert Bernhard, stellv. Vorsitzender der Bundesfachgruppe Obstbau
Deutsche Einzelhändler um Rossmann, Globus und Netto gründen mit den französischen Handelsriesen Carrefour und Cooperative U eine neue europäische Einkaufsallianz.
Die Stoffstrombilanzverordnung (StoffBilV) ist aufgehoben. Die entsprechende Aufhebungsverordnung des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) wurde im Bundesgesetzblatt Teil I veröffentlicht und tritt damit in Kraft. Die Verordnung war 2018 eingeführt worden.
Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbandes, kritisierte den Vorschlag der Mindestlohnkommission, den Mindestlohn auf 14,60 Euro anzuheben in aller Deutlichkeit: „Diese massive Anhebung des Mindestlohns wird landwirtschaftliche Betriebe zum Ausstieg aus arbeitsintensiven Kulturen zwingen.“
Die Bundesregierung will geografische Angaben bei Agrarerzeugnissen sowie handwerklichen und industriellen Erzeugnissen besser schützen. Einen gemeinsamen Entwurf für ein Geoschutzreformgesetz haben das Bundesjustiz- und das Bundeslandwirtschaftsministerium in der vergangenen Woche vorgelegt.
ALDI Nord und ALDI SÜD wollen die heimische Landwirtschaft unterstützen, indem sie immer mehr Produkte mit der Herkunftskennzeichnung ,,Gutes aus deutscher Landwirtschaft‘‘ ins Sortiment aufnehmen.
Genau jetzt, wenn Erdbeeren, Brombeeren und Himbeeren am süßesten sind, startet die europäische Kampagne „Eine Handvoll Sommer“. Ziel der dreijährigen Kampagne ist es, junge Erwachsene (18–35 Jahre) dazu zu motivieren, häufiger zu Sommerobst zu greifen.
Nach den massiven Hagel- und Sturmschäden in diesem Jahr hat Polens Agrarminister Czesław Siekierski Änderungen bei den Versicherungsregelungen angekündigt. Wie diese aussehen werden, ließ er allerdings vorerst offen.
Zum Schutz von Anwendenden, Verbrauchern und der Umwelt beim Umgang mit Pflanzenschutzmitteln hat der Gesetzgeber strenge Vorgaben erlassen. Gleichzeitig setzen sich die Hersteller von Pflanzenschutzmitteln für eine sichere Verwendung ihrer Produkte ein.
”In den vergangenen zehn Jahren haben wir immer häufiger von europäischen Kollegen gehört, dass in bestimmten Kulturen, sei es im Gemüsebau, im Obstbau oder in der gartenbaulichen Pflanzenproduktion, die Produktion einfach eingestellt wurde, weil es an Lösungen zur Bekämpfung von Schädlingen oder Krankheiten fehlt”...