Martin Hahn MdL, agrarpolitischer Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen im Landtag von Baden-Württemberg bezieht Position zu Mindestlohn, Saisonarbeitskräften und weiteren drängenden Themen des Obstbaus.
Eine mehr als schwierige Situation am Obstmarkt, steigende Arbeitskosten, zunehmende Wetterextreme und immer größere Wettbewerbsnachteile gegenüber dem europäischen Ausland führen bei immer mehr Betrieben zu der Existenzfrage: Hat der Obstbau in Deutschland überhaupt noch eine Zukunft?
In unserem Gespräch mit Hubert Bernhard, Präsident des Landesverbands Erwerbsobstbau Baden-Württemberg und stellvertretender Vorsitzender der Bundesfachgruppe Obstbau, bezieht Martin Hahn deutlich Stellung: Er unterstützt eine praktikablere Drittstaatenregelung sowie eine Abschlagsregelung beim gesetzlichen Mindestlohn für Saisonarbeitskräfte, um die Wettbewerbsfähigkeit des heimischen Obstbaus zu sichern.
Darüber hinaus diskutieren wir die Fragen:
Wie kann die Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Obstbaus langfristig erhalten werden?
Welche Folgen haben Klimawandel, Frost, Hagel und Trockenheit für unsere Betriebe?
Welche politischen Entscheidungen sind jetzt notwendig?
Welche Chancen bieten Innovationen wie die Agri-Photovoltaik?
Am Ende steht trotz aller Krisenthemen eine klare Haltung: Der deutsche Obstbau hat mit die besten Produkte Europas – jetzt kommt es darauf an, das auch zu zeigen und die nächste Generation für den Beruf zu gewinnen. Umso wichtiger ist es, dass Politik und Praxis jetzt gemeinsam die richtigen Weichen stellen. Hören Sie, was Martin Hahn und Hubert Bernhard am Ende trotz allem Mut macht!
Über den Autor
Fachgruppe Obstbau; Joerg Hilbers (Geschäftsführer); Martin Hahn (MdL), Bündnis 90/Die Grünen; Hubert Bernhard, stellv. Vorsitzender der Bundesfachgruppe Obstbau
Über 400 Aussteller aus zwölf Nationen werden vom 22. bis 23. November 2023 im Rahmen des Fachmesseduos expoSE & expoDirekt wieder ihre Produkte und Dienstleistungen rund um die Spargel- und Beerenproduktion sowie die Direktvermarktung präsentieren.
Am heutigen Freitag sollte die Entscheidung auf EU-Ebene fallen: Die Europäische Kommission hat zunächst keine ausreichende Zustimmung der EU-Länder für eine erneute Zulassung von Glyphosat für weitere zehn Jahre bekommen.
Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte waren im August 2023 um 12,6 % niedriger als im August 2022. Das war der stärkste Rückgang der Erzeugerpreise gegenüber einem Vorjahresmonat seit Beginn der Erhebung im Jahr 1949.
Der Großkonzern Bayer setzt sein Konzept, Komplettlösungen für Landwirte zu bieten, weiter um und erweitert sein Obst- und Gemüsegeschäft um Erdbeeren.
Wer seine Anbauflächen gegen Schäden durch Starkregen, Spätfröste, Dürre und Co absichert, erhält in Bayern ab diesem Jahr einen Zuschuss von bis zu 50 % der Versicherungsprämie. Bayern ist damit Vorreiter in Deutschland und bietet als einziges Bundesland eine breite Förderung der Mehrgefahrenversicherung an.
Die Bundestagsabgeordnete Dr. Anne Monika Spallek ist in ihrer Partei Bündnis90/Die Grünen u.a. zuständig für den Obstbau. Sie hat sich in den vergangenen zwei Jahren auf vielen Betriebsbesuchen intensiv mit den Strukturen und Problemen des deutschen Obstbaus beschäftigt. OBSTBAU hat ihr Fragen zu den drängendsten berufsständischen Themen geschickt. Lesen Sie hier ihre Antworten.
Der Zentralverband Gartenbau (ZVG) bedauert die gesunkenen Ausbildungszahlen im Gärtnerberuf. Die berufsständische Vertretung aller Gärtner sieht die Politik gefordert, die Attraktivität von dualer Ausbildung in den Grünen Berufen zu stärken.
Die schwierige bis dramatische Situation vieler Obstbaubetriebe ist von der Politik erkannt worden. Das Bundeslandwirtschaftsministerium will mit dem Geld aus dem dritten Hilfspaket der EU-Agrarreserve vor allem die deutschen Obsterzeuger unterstützen.
Mit dem neuen Solarpaket bringt die Bundesregierung zentrale Maßnahmen auf den Weg, um den Photovoltaik-Ausbau und damit den Klimaschutz zu beschleunigen.
Das Bundeskabinett hat die von Minister Cem Özdemir vorlegte Bio-Außer-Haus-Verpflegung-Verordnung (Bio-AHVV) und die Änderung der Öko-Kennzeichenverordnung zustimmend zur Kenntnis genommen. Damit ist der Weg frei für einen klaren Rechtsrahmen, mit dem Unternehmen mit wenig Aufwand Bio in ihren Küchen kennzeichnen können.
Wenn große Mengen und gute Qualität nicht reichen: Wettbewerbsdruck und unzureichende Nachfrage machen der französischen Steinobstbranche in diesem Sommer zu schaffen.