Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat eine Glyphosat-Eilverordnung auf den Weg gebracht, die am 15.12.2023 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht wurde und mit Ablauf des 31. Dezember 2023 in Kraft tritt. Die Eilverordnung gilt für ein halbes Jahr.
Die EU-Kommission hatte Glyphosat für zehn weitere Jahre genehmigt. Und auch wenn Cem Özdemir, Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, die Entscheidung der EU-Kommission für falsch hält, musste das deutsche Pflanzenschutzrecht angepasst werden, damit die Landwirte Planungssicherheit haben.
In der Pflanzenschutz-Anwendungsverordnung wurde von der Vorgängerregierung im Jahr 2021 ein vollständiges Verbot von Glyphosat ab dem 1. Januar 2024 vorgeschrieben. Durch die erneute Wirkstoffgenehmigung wäre dieses nationale Verbot europarechtswidrig geworden. Auch die bisherigen Beschränkungen der Anwendung von Glyphosat und ihre Sanktionen wären zum 1. Januar 2024 außer Kraft getreten. Die Eilverordnung regelt nun übergangsweise, dass bestehende Anwendungsbeschränkungen für Glyphosat und entsprechende Sanktionen weiterhin gelten. So werden auch die geltenden Beschränkungen zum Einsatz von Glyphosat fortgesetzt, wie zum Beispiel das Anwendungsverbot in Wasserschutzgebieten. Im nächsten Schritt will das BMEL nun die Pflanzenschutz-Anwendungsverordnung im Sinne des Koalitionsvertrags überarbeiten.
Bundesminister Özdemir vertritt nach wie vor die Ansicht, dass Glyphosat „ohne Zweifel“ der Artenvielfalt schadet. Für ihn passen Moderner Pflanzenbau und ein fast 50 Jahre altes Totalherbizid einfach nicht zusammen. „Ich hätte gern gemäß unserer Koalitionsvereinbarung mit einem klaren „Nein“ gestimmt. Leider ließ sich hierzu innerhalb der Bundesregierung keine Einigung herstellen. Mir blieb in Brüssel deshalb gemäß unserer gemeinsamen Geschäftsordnung nur die Enthaltung.“
Für eine Anschlussregelung an die Eilverordnung erarbeitet das BMEL nun eine Änderung der Pflanzenschutzschutz-Anwendungsverordnung. Minister Özdemir will dabei der Koalitionsvereinbarung zu Glyphosat trotz EU-Genehmigung so weit wie möglich nachkommen. „Wir müssen die Artenvielfalt schützen, damit wir auch morgen sichere Ernten einfahren können“, erklärte er. „Wir werden prüfen, welche weiteren Möglichkeiten es gibt, die Anwendung von Glyphosat wirksam einzuschränken.“
Die Vereinigung der polnischen Obst- und Gemüsehändler haben just in einer Meldung berichtet, dass die steigende Nachfrage nach Äpfeln in Brasilien gute Absatzchancen für europäische Lieferanten bietet.
Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) will ein stärker am Verursacherprinzip orientiertes System für die Düngung unserer Äcker und Felder auf den Weg bringen.
Die britische Supermarktkette Co-op hat angekündigt, ab dieser Woche ausschließlich englische Erdbeeren anzubieten und ist damit die erste Kette, die nur noch heimische Erdbeeren im Sortiment hat.
Auch wenn im Wirtschaftsjahr 2025 der Pflanzenschutzmarkt nach dem Abwärtstrend der vergangenen Jahre wieder leicht gewachsen ist und sich die Düngemittelabsätze, von einem historischen Tief kommend, in der Düngesaison 2024/25 stabilisierten...
Unter der Überschrift „Wasser in Deutschland – Was denken Sie?“ führt das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) aktuell eine Umfrage zur Umsetzung der Nationalen Wasserstrategie durch.
Das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMLEH) hält am Status des Umweltbundesamts (UBA) bei der Zulassung von Pflanzenschutzmitteln fest. Eine Bundesratsinitiative des Freistaats Sachsen, den Einfluss der Behörde zu schmälern, ändert daran nichts.
Das gestiegene spanische Angebot konkurriert in Deutschland mit dem ebenfalls wachsenden lokalen Angebot, dessen Nachfrage trotz höherer Preise steigt. Nach zwei Wochen mit einem explosionsartigen Anstieg der in Huelva vermarkteten Erdbeermengen stagnierte der Markt laut des jüngsten „Monitoring-Bericht.
Am Ende eines jeden Vierjahreszeitraums ist Deutschland aufgefordert, der Europäischen Kommission einen Bericht zur Nitratbelastung des Grundwassers vorzulegen. Die erste Mitteilung erfolgte 1996, inzwischen wurde 2024 der 8. EU-Nitratbericht veröffentlicht.
Das Angebot an frischem Bio-Obst und -Gemüse in großen niederländischen Supermarktketten ist erstmals seit Jahren gesunken. Das berichtet die Organisation PAN-NL (Pesticide Action Network Nederland) auf Grundlage ihrer jährlichen EKO-Zählung, bei der das Sortiment in dutzenden Filialen führender Lebensmittelhändler untersucht wird.
Die aktuelle Esskultur bewegt sich zwischen Tradition und neuen Verhaltensweisen. Eine repräsentative Umfrage im Auftrag der Initiative „Too Good To Go“ über drei Generationen zeigt: Frisch kochen bleibt weit verbreitet, zugleich unterscheiden sich die Generationen in ihrer Neugier, in ihrem Umgang mit Mindesthaltbarkeitsdaten und in der Nutzung digitaler Angebote.
Der Bundeswettbewerb Ökologischer Landbau des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) startet in die nächste Runde. Ab dem 1. April 2026 können sich Bio-Betriebe bewerben.
Mit der Freiwilligen QS-Inspektion Nachhaltigkeit (FIN) hat QS eine einheitliche Lösung für die gesamte Wertschöpfungskette Obst, Gemüse und Kartoffeln entwickelt.