Mehltau ist ein zunehmendes Problem in Erdbeeren, insbesondere im Geschützten Anbau. Die Schweizer Forschungsorganisation Agroscope testet nun im Rahmen eines Projekts des Kompetenznetzwerks Obst und Beeren (einer Partnerschaft zwischen Agroscope und dem Schweizer Obstverband) bei einem Produzenten in der Ostschweiz einen innovativen Roboter, der nachts unbeaufsichtigt durch die Folienhäuser fährt und die Erdbeerpflanzen mit UV-C-Strahlen behandelt. Er könnte eine interessante Alternative zum Pflanzenschutzmitteleinsatz sein, so die Forschungseinrichtung.
Diese UV-C-Strahlen-aussendenden Roboter zur Bekämpfung von Mehltau sind übrigens schon auf dem Markt erhältlich, es handelt sich um keinen Prototyp. Das Gerät, das in der Ostschweiz zum Einsatz kommt, ist das Modell “Lumion” der niederländischen Firma Octiva. Es ist mit Luftreifen ausgestattet, sodass es auch in Folienhäusern zum Einsatz kommen kann, die nicht mit Schienen ausgerüstet sind. Der Roboter arbeitet nachts, damit die Wirkung der UV-C-Strahlen maximal ist, und zwar ohne menschliches Eingreifen. Die Leistung soll bei einem Hektar Fläche pro Nacht liegen. Um zu prüfen, ob “Lumion” hält, was er verspricht, kommt der Roboter im Versuchsbetrieb zwei- bis dreimal pro Woche zum Einsatz, je nachdem, wie hoch der Mehltaubefall im bestand ist. Verglichen wird der Einsazu mit einer Nullparzelle (ohne Mehltaubehandlung) und einer Parzelle, in der betriebsübliche Pflanzenschutzmaßnahmen durchgeführt werden.
Wenn die Versuche erfolgreich verlaufen, könnte „Lumion“ zur wirklichen alternative zum Pflanzenschutzmitteleinsatz in der Bekämpfung von Mehltau im Gewächshaus avancieren.
Über eine am 11. März 2025 veröffentlichte Fachmeldung hat das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) mitgeteilt, dass die Zulassung für das Pflanzenschutzmittel Roundup Future (Zulassungsnummer: 00A042-00) aktuell nicht wirksam ist.
Alois Rainer heißt der neue Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat. Der gelernte Metzger stammt aus Straubing in Niederbayern, ist verheiratet und Vater von zwei Söhnen. Er war von 1996 bis 2013 Bürgermeister seiner Heimatgemeinde Haibach und ist seit 2013 Mitglied des Deutschen Bundestages.
Am 7. Mai 2025 haben die Bundesfachgruppen Obstbau und Gemüsebau zu ihrer jährlichen Informationsfahrt für Behördenvertreter geladen. Ziel dieser Veranstaltung ist es, den Mitarbeitern von Ministerien und Zulassungsbehörden, die die Rahmenbedingungen für die Produktion von Obst und Gemüse maßgeblich mitgestalten, aber oft wenig Praxisbezug haben, die praktischen Belange und Probleme im Integrierten und ökologischen Anbau live und vor Ort zu erläutern.
Am 7. Mai 2025 traf sich der Bundesausschuss Obst und Gemüse gleich zum Auftakt der neuen Bundesregierung mit MdB‘s der CDU und potentiellen Mitgliedern des neuen Agrarausschusses auf dem Obstgut Müller in Wesendahl vor den Toren von Berlin.
Die Erdbeersaison hat in Huelva begonnen - der Region, in der fast 98 % der spanischen Erdbeeren produziert werden. In diesem Jahr wird mit einer Produktion von 221.412 Tonnen gerechnet, das sind ca. 9 % weniger als im Vorjahr.
Der Ständige Ausschuss für Pflanzen, Tiere, Lebensmittel und Futtermittel (SCoPAFF) hat einem Verordnungsentwurf der Europäischen Kommission zugestimmt, der die Rückstandshöchstgehalte für Acetamiprid aus gesundheitlichen Vorsorgegründen absenkt.
Sturm Laurence Ende März hat in Huelva neben heftigen Regenfällen auch zwei Tornados verursacht. Aktuellen Schätzungen zufolge entstanden dadurch erhebliche Schäden an 300 bis 400 Hektar Folientunneln für Obst (hauptsächlich Erdbeeren).
Chemischer Pflanzenschutz steht in der öffentlichen Kritik – auch wenn er weltweit die Ernten sichert. In den letzten Jahren sind viele Mittel vom Markt verschwunden, die Zulassung neuer Wirkstoffe gestaltet sich langwierig.
Das Benchmarking des QS-GAP-Standards ist für Erzeuger von Obst, Gemüse und Kartoffeln, deren Ware für die Vermarktung an den Lebensmitteleinzelhandel oder den Export vorgesehen ist, von zentraler Bedeutung.
Die regenerative Landwirtschaft wird oft als Lösung für Klimaschutz und Rentabilität gesehen, doch eine aktuelle Studie des vom Thünen-Institut und von global networks koordinierten unabhängigen Netzwerks agri benchmark zeigt ernüchternde Ergebnisse.
Was Sorgfaltspflichten und Menschenrechte künftig zur Handelsnorm machen soll, könnte entscheidend abgeschwächt werden. „Das müssen wir als engagierte Zivilgesellschaft gemeinsam verhindern“, wie Fairtrade kürzlich verkündete.
Kürzlich hat die neue EU-Kommission ihre Vision für Landwirtschaft und Ernährung vorgestellt, einen ehrgeizigen Fahrplan für die europäische Landwirtschaft und Ernährung der Zukunft.