Mehltau ist ein zunehmendes Problem in Erdbeeren, insbesondere im Geschützten Anbau. Die Schweizer Forschungsorganisation Agroscope testet nun im Rahmen eines Projekts des Kompetenznetzwerks Obst und Beeren (einer Partnerschaft zwischen Agroscope und dem Schweizer Obstverband) bei einem Produzenten in der Ostschweiz einen innovativen Roboter, der nachts unbeaufsichtigt durch die Folienhäuser fährt und die Erdbeerpflanzen mit UV-C-Strahlen behandelt. Er könnte eine interessante Alternative zum Pflanzenschutzmitteleinsatz sein, so die Forschungseinrichtung.
Diese UV-C-Strahlen-aussendenden Roboter zur Bekämpfung von Mehltau sind übrigens schon auf dem Markt erhältlich, es handelt sich um keinen Prototyp. Das Gerät, das in der Ostschweiz zum Einsatz kommt, ist das Modell “Lumion” der niederländischen Firma Octiva. Es ist mit Luftreifen ausgestattet, sodass es auch in Folienhäusern zum Einsatz kommen kann, die nicht mit Schienen ausgerüstet sind. Der Roboter arbeitet nachts, damit die Wirkung der UV-C-Strahlen maximal ist, und zwar ohne menschliches Eingreifen. Die Leistung soll bei einem Hektar Fläche pro Nacht liegen. Um zu prüfen, ob “Lumion” hält, was er verspricht, kommt der Roboter im Versuchsbetrieb zwei- bis dreimal pro Woche zum Einsatz, je nachdem, wie hoch der Mehltaubefall im bestand ist. Verglichen wird der Einsazu mit einer Nullparzelle (ohne Mehltaubehandlung) und einer Parzelle, in der betriebsübliche Pflanzenschutzmaßnahmen durchgeführt werden.
Wenn die Versuche erfolgreich verlaufen, könnte „Lumion“ zur wirklichen alternative zum Pflanzenschutzmitteleinsatz in der Bekämpfung von Mehltau im Gewächshaus avancieren.
Genau jetzt, wenn Erdbeeren, Brombeeren und Himbeeren am süßesten sind, startet die europäische Kampagne „Eine Handvoll Sommer“. Ziel der dreijährigen Kampagne ist es, junge Erwachsene (18–35 Jahre) dazu zu motivieren, häufiger zu Sommerobst zu greifen.
Nach den massiven Hagel- und Sturmschäden in diesem Jahr hat Polens Agrarminister Czesław Siekierski Änderungen bei den Versicherungsregelungen angekündigt. Wie diese aussehen werden, ließ er allerdings vorerst offen.
Zum Schutz von Anwendenden, Verbrauchern und der Umwelt beim Umgang mit Pflanzenschutzmitteln hat der Gesetzgeber strenge Vorgaben erlassen. Gleichzeitig setzen sich die Hersteller von Pflanzenschutzmitteln für eine sichere Verwendung ihrer Produkte ein.
”In den vergangenen zehn Jahren haben wir immer häufiger von europäischen Kollegen gehört, dass in bestimmten Kulturen, sei es im Gemüsebau, im Obstbau oder in der gartenbaulichen Pflanzenproduktion, die Produktion einfach eingestellt wurde, weil es an Lösungen zur Bekämpfung von Schädlingen oder Krankheiten fehlt”...
Ohne Bienen keine Äpfel. Insbesondere Wildbienen sind für frühe Sorten elementar, da sie auch bei kühlen Temperaturen fliegen. Seit 15 Jahren setzen sich die genossenschaftlich vermarktenden Obstbauern der Bodenseeregion im Rahmen eines Apfelprojekts aktiv für den Erhalt und die Förderung der Artenvielfalt ein.
Saisonarbeitskräfte sind bei der Obsternte unentbehrlich. Seit mehr als fünf Jahren beschäftigt sich die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) intensiv mit dem Thema Saisonarbeit, um Betriebe und deren Saisonarbeitskräfte bei Fragen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes zu unterstützen.
Laut Experten von EastFruit gehören frisches Obst und Gemüse zu den am wenigsten markengeschützten und markenfähigen Lebensmittelkategorien. Vor diesem Hintergrund fallen die wenigen Ausnahmen von dieser Regel besonders deutlich auf.
Die Frostnächte im April und Mai haben in Polen an allen Arten von Obstgehölzen erhebliche Schäden verursacht. Am stärksten betroffen sind Süß- und Sauerkirschen. Die Schäden an Apfelbäumen variieren je nach Standort der Obstanlage und Sorte.
Der EU-Haushalt im nächsten Mehrjährigen Finanzrahmen (MFR) soll neu strukturiert werden. Für Landwirte könnte das Haushaltskürzungen bedeuten, denn die Mittel sollen dann auch in die Aufrüstung fließen.
Anlässlich der 32. ordentlichen Mitgliedervertreterversammlung der VEREINIGTEN HAGEL berichtete Vorstandssprecher Dr. Philipp Schönbach über das vergangene Geschäfts- und Schadenjahr. „Früher als gewöhnlich waren 2024 die ersten schweren Hagelschäden zu verzeichnen.
Alois Rainer heißt der neue Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat. Der gelernte Metzger stammt aus Straubing in Niederbayern, ist verheiratet und Vater von zwei Söhnen. Er war von 1996 bis 2013 Bürgermeister seiner Heimatgemeinde Haibach und ist seit 2013 Mitglied des Deutschen Bundestages.