EU-Agrarreserve für Düngemittel: 60 Millionen Euro für Deutschland

Fachgruppe OBSTBAU
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Die EU-Kommission hat kürzlich entschieden, wie die 540 Mio. Euro aus der Agrarreserve zur Abfederung der aktuellen Preiskrise bei Düngemitteln auf die Mitgliedstaaten verteilt werden sollen. Demnach soll Deutschland davon knapp 60,3 Mio. Euro erhalten. Noch mehr Geld geht anFrankreich mit 107,1 Mio. Euro und Polen mit 66,6 Mio. Euro. Etwas weniger Beihilfen als Deutschland bekommen Spanien mit 50,2 Mio. Euro sowie Italien mit 45,6 Mio. Euro. Die Beträge können von den nationalen Regierungen noch um maximal 200 % aufgestockt werden. Für Deutschlands Bauern könnten also je nach Berliner Kassenlage und politischem Willen maximal etwas mehr als 180 Mio. Euro bereitgestellt werden.

Von den insgesamt 540 Mio. Euro stammen rund 240 Mio. Euro aus den noch für dieses Jahr verfügbaren Mitteln der Agrarreserve. Laut einer Sprecherin der EU-Kommission werden die Mitgliedstaaten am 17. Juli, im Ausschuss zur Gemeinsamen Marktorganisation (GMO), über diesen Anteil entscheiden.
Die übrigen circa 300 Mio. Euro fließen aus dem EU-Nachtragshaushalt 2026. Konkret sollen die Gelder unter anderem aus

  • dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE),
  • dem Kohäsionsfonds und
  • dem Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+)

kommen. Zudem können Mittel eingesetzt werden, die eigentlich für das im vorigen Herbst gescheiterte Gesetz zum Waldmonitoring vorgesehen waren. Über diesen Anteil müssen Rat und Europaparlament in einem eigenen Gesetzgebungsverfahren entscheiden.

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Quelle: AgE

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