Die Vereinigung der polnischen Obst- und Gemüsehändler haben just in einer Meldung berichtet, dass die steigende Nachfrage nach Äpfeln in Brasilien gute Absatzchancen für europäische Lieferanten bietet. Die EU-Apfellieferungen in das südamerikanische Land steigen im laufenden Vermarktungsjahr stark an und stärken die Position des Blocks in einem wichtigen Nicht-EU-Markt. So importierte Brasilien in der Saison 2023/24 bereits 3,2 Mrd.kg frischer Äpfel, gegenüber 2,44 Mrd.kg im Vorjahr. Dies entspricht laut dem brasilianischen Apfelbauernverband ABPM einem Anstieg von 52 %. Die Gesamtimporte blieben 2024/25 mit fast 3,5 Mrd.kg hoch. Gleichzeitig macht die heimische Produktion nun nur noch 75-78 % des gesamten Marktangebots aus, was die wachsende Lücke unterstreicht, die mit Importen geschlossen werden muss.
Anteil Apfelimporte aus der EU Die europäischen Lieferungen nach Brasilien steigen weiterhin, unterstützt von starken Mengen zu Beginn der Saison. Daten der Europäischen Kommission (DG AGRI) zeigen, dass die EU in der Saison 2024/25 allein 89 Mio.kg Äpfel nach Brasilien exportiert hat. In den ersten fünf Monaten der Saison 2025/26 (August bis Dezember 2025) erreichten die Exporte dann schon über 72 Mio.kg, was etwa 76 % des vorherigen Gesamtvolumens der Vorsaison entspricht. Italien bleibt der führende EU-Lieferant für Brasilien und lieferte 2024-25 47 Mio.kg und in den ersten Monaten der laufenden Saison schon über 35 Mio.kg.
Werbemaßnahmen Die EU investiert weiterhin in die Förderung, während sie ihre Präsenz in Brasilien ausbaut. Die dreijährige Kampagne "It's Apple Day Today! "Entdecken Sie hochwertige Äpfel aus der Europäischen Union", die vom Country Bloc mitfinanziert wird, wurde auf der Anuga Select Brazil 2026 in São Paulo vorgestellt, die vom 7. bis 9. April stattfand. Die Messe hat in den letzten Jahren mehr als 16.000 Besucher aus 63 Ländern und über 510 Aussteller aus 38 Ländern angezogen. Am Kampagnenstand haben die Teilnehmer die Möglichkeit, europäische Äpfel zu probieren, an B2B-Treffen teilzunehmen und Informationen zu EU-Qualitätskontrollsystemen, Lebensmittelsicherheitsstandards und Produktionspraktiken zu überprüfen. Zudem wurden auf einer Presseveranstaltung während der Messe aktualisierte Marktdaten und skizziert Prioritäten für die zukünftige Apfelhandelskooperation zwischen EU und Brasilien präsentiert.
„Aktuell sind 29 % der Betriebe in der Direktvermarktung aktiv“, verkündete kürzlich Josef Moosbrugger, Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich. „Dies bedeutet eine Steigerung gegenüber den letzten Erhebungen bedeutet."
Zum Start der Erntesaison für heimische Pflaumen zeigt das aktuelle QS-Rückstandsmonitoring ein positives Bild: Keine der 70 untersuchten Proben wies eine Überschreitung der gesetzlichen Rückstandshöchstgehalte (RHG) auf.
Sauberkeit und Hygiene während der Ernte sind zentrale Bestandteile der QS-Anforderungen in der Obst- und Gemüseerzeugung. Passend zum Start der Erntesaison hat QS neu gestaltete Infoposter zur Hand- und Arbeitshygiene veröffentlicht.
Nach dreijähriger Prüfung hat die EU-Kommission vergangene Woche ihre lang erwartete Evaluierung der Nitratrichtlinie veröffentlicht- und damit die erste umfassende Evaluierung der EU-Nitratrichtlinie seit deren Inkrafttreten im Jahr 1991 vorgelegt.
Der Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, Alois Rainer, treibt die Staats- und Verwaltungsmodernisierung in seinem Ressort weiter voran. Nach der Verschlankung von Strukturen im Bundeslandwirtschaftsministerium ist nun eine Zusammenlegung...
Wenn im Herbst die Äpfel geerntet werden, steckt darin weit mehr als die Arbeit am Baum. Wie viel Wasser wurde benötigt? Wie wurde der Boden geschützt? Welche Rolle spielen Nützlinge und Biodiversität? Und wie lässt sich der Anbau an die zu-nehmende Hitze und Trockenheit anpassen?
Immer mehr Betriebe fragen sich, ob sich die Ernte überhaupt noch lohnt. Die Situation ist damit so dramatisch, dass wir uns als Vertreter des deutschen Obstbaus erstmals seit vielen Jahren gezwungen sehen, uns mit einem öffentlichen Brandbrief an Politik, Handel und Verbraucher gleichermaßen zu wenden.
Martin Hahn MdL, agrarpolitischer Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen im Landtag von Baden-Württemberg bezieht Position zu Mindestlohn, Saisonarbeitskräften und weiteren drängenden Themen des Obstbaus.
Die deutsche Kirschernte läuft auf Hochtouren. Dabei befinden sich die Preise im indirekten Absatz auf einem extrem niedrigen und für Erzeuger ruinösem Niveau.
Wie können wir gartenbauliche Kulturen nachhaltig anbauen und dabei Wasser und Nährstoffe effizient nutzen? Wie kann man mit innovativen Anbaumethoden dem Klimawandel begegnen und gleichzeitig die Produktivität steigern?
Die EU-Kommission hat kürzlich entschieden, wie die 540 Mio. Euro aus der Agrarreserve zur Abfederung der aktuellen Preiskrise bei Düngemitteln auf die Mitgliedstaaten verteilt werden sollen.
Die neue europäische Verpackungsverordnung 2025/40 (PPWR – Packaging and Packaging Waste Regulation) bringt weitreichende Änderungen für die gesamte Agrarbranche mit sich. Ab dem 12. August 2026 gelten neue Spielregeln, die besonders die Verantwortlichkeiten und die Dokumentation von Verpackungen betreffen.