Der Superfood-Hype verändert den Obstkonsum in Deutschland fundamental. Dies geht aus aktuellen Zahlen des BMEL hervor. So lag der Pro-Kopf-Verbrauch von Obst 2024/2025 bei nur noch 69 kg. Der Anteil Äpfel erreichte knapp 21 kg pro Kopf im Jahr, wohingegen der Pro-Kopf-Verbrauch von Zitrusfrüchten in 2024/2025 bei 26,5 kg lag. Damit sind Orangen, Mandarinen & Co. ganz klammheimlich zum Lieblingsobst der Deutschen geworden. Und das, obwohl jeder glaubt, es seien Äpfel.
Selbstversorgungsgrad sinkt weiter Der Trend zeigt: importierte Exoten gewinnen gegen heimische Tradition. Der Avocado-Konsum erreichte im Jahr 2024 mit 120.000 t ein neues Hoch - was einem rechnerischen Pro-Kopf-Verbrauch von etwa 1,5 kg Avocados entspricht. Unsere heimischen Erdbeeren hingegen kommen nur noch auf gut drei Kilo - und das, obwohl Beerenobst der heimliche Champion im Wachstum ist. Der Beerenobst-Konsum insgesamt erreichte 6,2 kg pro Kopf. Strauchbeeren wie Heidelbeeren, Himbeeren oder auch Brombeeren profitieren vom Gesundheitstrend und der ganzjährigen Verfügbarkeit der globalen Lieferketten. Der Selbstversorgungsgrad mit Obst ist 2024/25 um zwei Prozentpunkte auf 18 % gesunken – Tendenz weiter sinkend. Über 80 % des in Deutschland konsumierten Obstes kommt folglich aus dem Ausland. Bei Gemüse liegt der Selbstversorgungsgrad immerhin noch bei 41 %. Diese Zahlen zeigen: Die Abhängigkeit von globalen Lieferketten war noch nie größer.
Der traurige Champion der Verschwendung Die Statistik zeigt auch, dass 35 % der vermeidbaren Lebensmittelabfälle in deutschen Haushalten auf frisches Obst und Gemüse entfallen – mehr als in jeder anderen Produktgruppe. Das entspricht rund 3,8 Mio. t jährlich. Der Widerspruch: Die Verbraucher in ihrer Gesamtheit werfen mehr weg als je zuvor, zahlen gleichzeitig aber mehr für Qualität, was an der Nachfrage nach Bio-Produkten festgemacht wird: Der Bio-Umsatz (für alle Bio-Produkte) erreichte im Jahr 2024 mit 17 Mrd. Euro eine neue Rekordhöhe - ein Plus von 5,7 % zum Vorjahr.
Mit dem neuen Solarpaket bringt die Bundesregierung zentrale Maßnahmen auf den Weg, um den Photovoltaik-Ausbau und damit den Klimaschutz zu beschleunigen.
Das Bundeskabinett hat die von Minister Cem Özdemir vorlegte Bio-Außer-Haus-Verpflegung-Verordnung (Bio-AHVV) und die Änderung der Öko-Kennzeichenverordnung zustimmend zur Kenntnis genommen. Damit ist der Weg frei für einen klaren Rechtsrahmen, mit dem Unternehmen mit wenig Aufwand Bio in ihren Küchen kennzeichnen können.
Wenn große Mengen und gute Qualität nicht reichen: Wettbewerbsdruck und unzureichende Nachfrage machen der französischen Steinobstbranche in diesem Sommer zu schaffen.
Um dauerhaft und flächendeckend eine biodiversitätsfreundlichere Agrarlandschaft zu erreichen, ist die intensive und konstruktive Kommunikation zwischen allen beteiligten Akteuren aus Landwirtschaft und Naturschutz (Verbände, Behörden, Praxis, Wissenschaft etc.) eine zentrale Voraussetzung.
Eine gesicherte Wasserversorgung wird in den kommenden Jahren mehr denn je zur Grundvoraussetzung für einen wirtschaftlich erfolgreichen Obstanbau in Deutschland werden. Gleichzeitig sind die Genehmigungsverfahren kompliziert, auch, weil viele Behörden den ökologischen Nutzen von Bewässerungsstrukturen – insbesondere in Trockengebieten, nach wie vor verkennen.
Auch wenn die EU-Behörde Efsa nach den umfangreichsten Untersuchungen aller Zeiten den umstrittenen Wirkstoff Glyphosat für weitgehend unbedenklich erklärt hat, bedeutet dies per se nicht, dass Glyphosat in Deutschland eine Zukunft hat.
Der Bundesausschuss Obst und Gemüse (BOG) warnt vor falschen Schnellschüssen bei der Wasserversorgung von Obstkulturen in Deutschland. Die vom Niedersächsischen Umweltminister Meyer angestellten Überlegungen, den Anbau von Sonderkulturen wie Erdbeeren aufgrund ihres höheren Wasserbedarfs zu verbieten...
Am 20. Juni 2023 fand in Österreich der Jahreskongress des Europäischen Bioobst-Forums (EBF) statt. Als Ergebnis wurde eine erste Ernteprognose 2023 für Bioäpfel herausgegeben. Prognostiziert wird ein Minus von 3% im Vergleich zum Vorjahr. Aber diese sehr frühe Prognose ist nur als Richtwert zu betrachten.
Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat keine Einwände gegen eine erneute Zulassung von Glyphosat in der Europäischen Union. In der Neubewertung des Wirkstoffs in Bezug auf das von ihm ausgehende Risiko für Mensch und Tier sowie für die Umwelt wurden keine kritischen Bereiche festgestellt, die Anlass zur Sorge geben.
Die angekündigte Erhöhung des Mindestlohnes zum 1. Januar 2024 auf 12,41 Euro pro Stunde stellt die deutschen Obst- und Gemüsebaubetriebe vor enorme Herausforderungen, denn die Lohnkosten für Saisonarbeitskräfte steigen damit weiter.