In der ersten Februarwoche hat die Fruit Logistica wieder ihre Tore für Aussteller und Besucher geöffnet. Deutschland ist nicht nur als Veranstaltungsort attraktiv, sondern für viele Anbieter auch ein wichtiger Zielmarkt. Immerhin ist Deutschland der wichtigste Importeur von Obst und Gemüse in Europa.
Deutschland war auch im Jahr 2024 EU-weit der wichtigste Importeur von Obst und Gemüse. Insgesamt wurden nach Angaben von Eurostat rund 44,7 Mio. t Obst und Gemüse in die Länder der EU-27 importiert. Damit war die Einfuhrmenge gut 3 % höher als im Jahr zuvor. Rund 20 % der gesamten Einfuhren in die EU gehen nach Deutschland. Auf den weiteren Plätzen folgen die Niederlande, Frankreich und Belgien. Insbesondere die Niederlande und Belgien sind, wie auch Deutschland, wichtige Drehscheiben für den europäischen Markt. Nicht alle Importe verbleiben im Land, als Reexporte werden sie innerhalb Europas weiterverteilt. Der überwiegende Teil der Ware wird zwischen den Ländern der EU-27, im sogenannten Intra-Handel, bewegt. Nur gut 33 % der Obst- und Gemüseeinfuhren kommen aus Ländern außerhalb der EU. Dabei unterscheiden sich Obst und Gemüse recht deutlich: Während beim Obst der Anteil der Einfuhren aus Extra-EU-Ländern bei fast 42 % liegt , was vor allem auf die Einfuhren an Bananen zurückzuführen ist, kommen nur rund 16 % der Gemüseeinfuhren aus Ländern außerhalb der EU. Hieran haben Tomaten den höchsten Anteil. Ab auch bei Gemüse hat der Anteil der Drittländer an den Importen in den vergangenen Jahren tendenziell leicht zugenommen. Vorläufige Angaben für das Jahr 2025 lassen einen leichten Rückgang der Obst- und Gemüseimporte nach Europa erwarten. Voraussichtlich liegt die Importmenge knapp 3 % unter der des Vorjahres. Die Einfuhren nach Deutschland dürften sogar rund 4 % niedriger ausfallen als im Vorjahr.
Der deutsche Obstbau kränkelt. Rasant gestiegene Produktionskosten, sinkender Konsum und massiver Angebotsdruck durch Billigimporte lassen viele Obstbauern um ihre Zukunft fürchten. Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir stellte sich den Fragen des Berufsstandes am Donnerstagnachmittag in Jork.
Die TU München lädt zum 2. Weihenstephaner Zukunftsforum ein. Experten aus Agrarpolitik und Umweltschutz nehmen an diesem Tag das Verhältnis zwischen Landwirtschaftlern und Klimaschützern in den Fokus.
Am „Tag des Deutschen Apfels“ wurden nicht irgendwelche Äpfel gefeiert, sondern Äpfel aus deutschem Anbau – und dies eine Woche lang, mit Aktionen im Handel und einer aufmerksamkeitsstarken Medien-Kampagne.
Ab sofort können QS-Systempartner aus dem Bereich Obst, Gemüse, Kartoffeln mit einer Teilnahme am Modul "Freiwillige QS-Inspektion Nachhaltigkeit (FIN)" ihr Engagement für mehr Nachhaltigkeit zertifizieren lassen.
Über die moderne und zukunftsorientierte Ausbildung in den 14 Grünen Berufen hat das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in Kooperation mit dem Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL) einen fünfminütigen Film veröffentlicht.
Die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) versendet in dieser Woche die Bewilligungsbescheide zur 2. Anpassungsbeihilfe an etwa 13.400 Anbauer über insgesamt 28,2 Millionen Euro.
Die Streichung der Agrardieselrückvergütung und der Steuerbefreiung für landwirtschaftliche Kfz belasten die grüne Branche und auch den Obstbau überproportional. Unter dem Motto "Zu viel ist zu viel! Jetzt ist Schluss!" fand deshalb am 18.12.2023 eine Großdemonstration der deutschen Landwirtschaft vor dem Brandenburger Tor in Berlin statt.
Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat eine Glyphosat-Eilverordnung auf den Weg gebracht, die am 15.12.2023 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht wurde und mit Ablauf des 31. Dezember 2023 in Kraft tritt. Die Eilverordnung gilt für ein halbes Jahr.