DBV zum Vorschlag der Mindestlohnkommission

Bauernpräsident Rukwied: Mindestlohnerhöhung wird landwirtschaftliche Betriebe zum Ausstieg zwingen

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Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbandes, kritisierte den Vorschlag der Mindestlohnkommission, den Mindestlohn auf 14,60 Euro anzuheben in aller Deutlichkeit: „Diese massive Anhebung des Mindestlohns wird landwirtschaftliche Betriebe zum Ausstieg aus arbeitsintensiven Kulturen zwingen.“

„Wir werden dem Wettbewerbsdruck innerhalb der EU nicht standhalten können, was zu einer weiteren Produktionsverlagerung ins Ausland führen wird“ bekräftigte er und forderte eine Sonderregelung für saisonal Beschäftigte in der Landwirtschaft. Der DBV-Präsident stellt unmissverständlich fest, dass eine weitere Mindestlohnerhöhung das Potenzial habe, den Anbau von Obst, Gemüse und Wein aus Deutschland zu verdrängen. Die Erzeugung in Deutschland ließe sich nur über deutliche Preissteigerungen halten.

Hintergrund:
Die deutschen Anbauer, vor allem in den Bereichen Obst, Gemüse oder Wein, stehen im harten Wettbewerb mit Produzenten aus Polen, Spanien, Italien, Griechenland oder Frankreich. In diesen Ländern liegt der Mindestlohn schon jetzt teilweise sehr deutlich unter dem deutschen Mindestlohn. (Polen: 7,08 Euro; Spanien: 8,37 Euro; Frankreich: 11,88 Euro; Griechenland: 5,60 Euro). Der Selbstversorgungsgrad bei Obst und Gemüse wird weiter abnehmen. Laut Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BLE) lag der Selbstversorgungsgrad im Jahr 2022 bei Gemüse bei 36 % und bei Obst bei nur noch 23 %.

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Quelle: DBV

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