Laut Branchenberichten hat China seine Spitzenposition als unbestrittener Motor der globalen Obstindustrie seit Beginn des Entwicklungszeitraums 2021–2025 behauptet. Mit einer jährlicher Apfelproduktion von 51 Mio. Tonnen hat das Land einem erheblichen Anteil am weltweiten Angebot. China führt nicht nur die Produktionsrangliste nach Menge an, sondern bleibt auch der weltgrößte Exporteur von Äpfeln. Der Erfolg ist indes nicht nur der ausgedehnten Anbaufläche geschuldet, sondern auch Folge einer exportorientierten Logistikinfrastruktur, die den Zugang zu Märkten in ganz Südostasien, Europa und Amerika ermöglicht. Die Anbaugebiete in China liegen hauptsächlich in den Provinzen Shaanxi und Shandong. Beide Regionen bieten ideale klimatische Bedingungen und haben eine entsprechend lange Tradition im Obstanbau. Da der chinesische Agrarsektor für das Land von strategischer Bedeutung ist, werden Innovationen bei Sorten und Anbautechnik weiter forciert. So ist Fuji zwar nach wie vor die marktbeherrschende Sorte, aber sukzessive werden neue Sorten mit besserer Färbung, besserem Geschmack und besserer Krankheitsresistenz eingeführt, um auf internationalen Premiummärkten konkurrieren zu können. Auch in puncto Präzisionsanbau laufen diverse Anstrengungen, insbesondere, um den Wasser- und Düngemittelverbrauch zu optimieren. Trotz der Rekordzahlen stehen auch die chinesischen Apfelproduzenten und -vermarkter ähnlichen Herausforderungen gegenüber, wie sie auch in Europa existieren, wie etwa die steigenden Lohnkosten und die Notwendigkeit, sich an immer strengere phytosanitäre Anforderungen der Importländer anzupassen. Entsprechend werde aktuell massiv in Nacherntetechnologien wie CA-Lager und intelligente Packhäuser investiert. Aber auch der Inlandsverbrauch für Äpfel wächst weiter. Damit ist der Apfel nicht nur eine Säule der chinesischen Handelsbilanz, sondern trägt auch zur Ernährungssicherheit des Landes bei. Der Apfel ist also ein Schlüsselprodukt für die chinesische Landwirtschaft.
Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbandes, kritisierte den Vorschlag der Mindestlohnkommission, den Mindestlohn auf 14,60 Euro anzuheben in aller Deutlichkeit: „Diese massive Anhebung des Mindestlohns wird landwirtschaftliche Betriebe zum Ausstieg aus arbeitsintensiven Kulturen zwingen.“
Die Bundesregierung will geografische Angaben bei Agrarerzeugnissen sowie handwerklichen und industriellen Erzeugnissen besser schützen. Einen gemeinsamen Entwurf für ein Geoschutzreformgesetz haben das Bundesjustiz- und das Bundeslandwirtschaftsministerium in der vergangenen Woche vorgelegt.
ALDI Nord und ALDI SÜD wollen die heimische Landwirtschaft unterstützen, indem sie immer mehr Produkte mit der Herkunftskennzeichnung ,,Gutes aus deutscher Landwirtschaft‘‘ ins Sortiment aufnehmen.
Genau jetzt, wenn Erdbeeren, Brombeeren und Himbeeren am süßesten sind, startet die europäische Kampagne „Eine Handvoll Sommer“. Ziel der dreijährigen Kampagne ist es, junge Erwachsene (18–35 Jahre) dazu zu motivieren, häufiger zu Sommerobst zu greifen.
Nach den massiven Hagel- und Sturmschäden in diesem Jahr hat Polens Agrarminister Czesław Siekierski Änderungen bei den Versicherungsregelungen angekündigt. Wie diese aussehen werden, ließ er allerdings vorerst offen.
Zum Schutz von Anwendenden, Verbrauchern und der Umwelt beim Umgang mit Pflanzenschutzmitteln hat der Gesetzgeber strenge Vorgaben erlassen. Gleichzeitig setzen sich die Hersteller von Pflanzenschutzmitteln für eine sichere Verwendung ihrer Produkte ein.
”In den vergangenen zehn Jahren haben wir immer häufiger von europäischen Kollegen gehört, dass in bestimmten Kulturen, sei es im Gemüsebau, im Obstbau oder in der gartenbaulichen Pflanzenproduktion, die Produktion einfach eingestellt wurde, weil es an Lösungen zur Bekämpfung von Schädlingen oder Krankheiten fehlt”...
Ohne Bienen keine Äpfel. Insbesondere Wildbienen sind für frühe Sorten elementar, da sie auch bei kühlen Temperaturen fliegen. Seit 15 Jahren setzen sich die genossenschaftlich vermarktenden Obstbauern der Bodenseeregion im Rahmen eines Apfelprojekts aktiv für den Erhalt und die Förderung der Artenvielfalt ein.
Saisonarbeitskräfte sind bei der Obsternte unentbehrlich. Seit mehr als fünf Jahren beschäftigt sich die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) intensiv mit dem Thema Saisonarbeit, um Betriebe und deren Saisonarbeitskräfte bei Fragen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes zu unterstützen.
Laut Experten von EastFruit gehören frisches Obst und Gemüse zu den am wenigsten markengeschützten und markenfähigen Lebensmittelkategorien. Vor diesem Hintergrund fallen die wenigen Ausnahmen von dieser Regel besonders deutlich auf.
Die Frostnächte im April und Mai haben in Polen an allen Arten von Obstgehölzen erhebliche Schäden verursacht. Am stärksten betroffen sind Süß- und Sauerkirschen. Die Schäden an Apfelbäumen variieren je nach Standort der Obstanlage und Sorte.