Guy Depraetere, ein Bio-Bauer aus Deftinge in Belgien, rechnet damit, dass er einen großen Teil seiner Kürbisernte nicht verkaufen kann. Nachdem er die Samen gekauft hatte, kündigte Aldi seine jährliche Bestellung für Bio-Kürbisse, da das Unternehmen laut Depraetere auf konventionelle Kürbisse umgestellt hat, berichtet Vilt.be. Durch öffentliche Sammelaktionen hofft er jedoch, noch einige seiner Bio-Kürbisse verkaufen zu können.
Bio-Produkte geraten im Supermarkt zunehmend unter Druck Guy Depraetere und sein Sohn bauen seit vier Jahren Bio-Kürbisse für die Supermarktkette Aldi an. Sie haben keinen direkten Kontakt zu Aldi, sondern arbeiten über einen Großhändler. Im Frühjahr erkundigte sich der Bio-Bauer immer wieder nach den Plänen für dieses Jahr, doch der Großhändler konnte keine endgültige Auskunft geben. „Letztendlich haben wir uns entschieden, Samen zu bestellen, die 5.500 € kosten.“ Kurz nachdem die Samen bestellt wurden, wurde bekannt, dass Aldi keine Bio-Kürbisse mehr kaufen wird. „Anscheinend kehren sie zu konventionellen Kürbissen zurück. So können sie besser mit anderen Warenhäusern konkurrieren“, berichtet Depraetere. Er sieht darin ein Zeichen dafür, dass die Bio-Branche immer stärker unter Druck gerät. „Auf dem Papier klingt alles großartig, aber letztlich entscheiden die Verbraucher mit ihrem Geld.“
Aldi bestätigt rückläufiges Interesse an Bio-Produkten „In den letzten Jahren haben wir einen Rückgang der Nachfrage nach Bio-Produkten verzeichnet. Das hat uns veranlasst, unser Angebot entsprechend anzupassen.“ Das Supermarktunternehmen betont, dass das Bio-Sortiment in den letzten Jahren relativ stabil geblieben ist, Bio-Kürbisse jedoch aus dem Regal genommen wurden. Im vergangenen Jahr bestand die belgische Kürbisauswahl ausschließlich aus Bio-Sorten.
Mehr als 20 Tonnen Ertrag pro Hektar Depraetere entschied sich schließlich doch, die Samen zu säen, und pflanzte auf sechs Hektar. In den letzten Wochen hat er alles versucht, um einen Markt für die Bio-Kürbisse zu finden, allerdings nur teilweise Erfolg gehabt. „Es ist nicht einfach, kurzfristig einen Markt zu finden; die meisten Supermärkte hatten bereits Verträge abgeschlossen. Zudem ist nicht jede Kette an Bio-Produkten interessiert.“ Das bedeutet, dass Depraetere jetzt auf einem Berg von Kürbissen sitzt. „Wir haben etwa 70 Tonnen auf Lager, und 20 Tonnen sind noch auf dem Feld“, erklärt der Bauer. Der Ertrag in diesem Jahr war höher als in den Vorjahren. „Normalerweise ernten wir etwa 16 bis 18 Tonnen pro Hektar. Dieses Jahr sind es mehr als 20.“
Letzter Ausweg: Öffentliche Kampagne Als letzte Maßnahme hat der Bauer eine öffentliche Kampagne gestartet. „An den nächsten Wochenenden organisieren wir Kürbissammelaktionen. Die Leute bekommen ein Kartoffelnetz und können es mit Kürbissen füllen.“ Das erste Wochenende war bereits ein Erfolg, Depraetere verkaufte 150 Netztaschen für 5 Euro. Dennoch befürchtet er, dass er nicht alle Kürbisse verkaufen kann. Er schätzt die Kosten auf 6.000 € pro Hektar. Besonders die Ernte ist eine große Ausgabe. „In den Niederlanden werden dafür Maschinen eingesetzt, bei uns machen wir alles noch per Hand.“
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