Der Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, Alois Rainer, treibt die Staats- und Verwaltungsmodernisierung in seinem Ressort weiter voran. Nach der Verschlankung von Strukturen im Bundeslandwirtschaftsministerium ist nun eine Zusammenlegung von Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), Max Rubner-Institut (MRI) und Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) zum „Bundesinstitut für Risikobewertung und Ernährung“ anvisiert.
Im „Bundesinstitut für Risikobewertung und Ernährung“ will das BMLEH die Kompetenzen für gesundheitlichen Verbraucherschutz bündeln. Laut Ministerium werden damit Zuständigkeiten klarer geordnet, wissenschaftliche Expertisen enger vernetzt und Abstimmungsprozesse effizienter gestaltet. Ziel sei es, mit einer effizienten Behördenleitung Doppelstrukturen aufzulösen und Abstimmungsprozesse zu verkürzen, indem die Aufgaben im Bereich der Lebensmittelqualität, der Lebensmittelsicherheit und der Ernährungssicherung, der Ernährungs- und Risikokommunikation sowie der Ernährungsbildung gebündelt werden.
Ernährungssicherung und Lebensmittelsicherheit miteinander verbinden Das neue Institut soll laut BMLEH einen ganzheitlichen Ansatz verfolgen. Dieser umfasst neben der Chemikalien-, Produkt-, Futtermittel- und Lebensmittelsicherheit auch das Wissen über Produktionsformen sowie wichtige Aspekte der Ernährung für Bevölkerungsgruppen aller Altersklassen. Ernährungsbildung und Ernährungskompetenz sollen gestärkt und die Risikobewertungen wissenschaftlich - unter Einbeziehung ernährungsphysiologischer und epidemiologischer Aspekte - weiterentwickelt werden. Damit will das Ministerium Ernährungssicherung und Lebensmittelsicherheit miteinander verbinden. „Die geschätzte und wichtige Unabhängigkeit der wissenschaftlichen Beratung und Kommunikation im Bereich Lebensmittelsicherheit wird um den Bereich der Ernährung erweitert“, so das BMLEH. Durch die Zusammenführung der Nationalen Referenzlaboratorien werde die Leistungsfähigkeit in Forschung und Analytik erhöht. Außerdem erfolge eine bessere Verknüpfung von Verbraucherkommunikation und wissenschaftlicher Kommunikation, um die Information der Öffentlichkeit und der Fachöffentlichkeit zu stärken.
Zeitlicher Ablauf Das neue Bundesinstitut soll 2029 an den Start gehen, denn es bedarf noch eines Errichtungsgesetzes mit definierten gesetzlichen Aufgaben. Bereits zum 1. Januar 2028 sollen allerdings in einem ersten Schritt die Nationalen Referenzlaboratorien des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) in das BfR integriert werden. Außerdem sollen wichtige Aufgaben des derzeit bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) angesiedelten Bundeszentrums für Ernährung (BZfE) in das MRI wechseln.
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Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat
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