Im Rahmen der Grünen Woche übergibt der Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, Alois Rainer, heute Förderbescheide für neue Experimentierfelder zur Digitalisierung und Künstlichen Intelligenz (KI) in der Landwirtschaft sowie für das Projekt "Smart Farming" des Deutschen Instituts für Normung (DIN). Mit einem Fördervolumen von insgesamt rund 10 Millionen Euro stärkt das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) gezielt die praxisnahe Entwicklung und Erprobung digitaler Technologien im Agrarsektor. Die Übergabe der Förderbescheide auf der Grünen Woche unterstreicht dabei den Anspruch des BMLEH, den digitalen Wandel der Landwirtschaft aktiv, praxisnah und verantwortungsvoll zu gestalten.
Bundesminister Rainer: "Unsere Aufgabe als Politik ist es, Innovationen gezielt möglich zu machen. Mit den digitalen Experimentierfeldern fördern wir Innovationen dort, wo sie gebraucht werden: in der landwirtschaftlichen Praxis. Künstliche Intelligenz hilft, Betriebsmittel passgenauer einzusetzen, unsere Umwelt besser zu schützen, das Tierwohl zu fördern und die Wettbewerbsfähigkeit unserer Betriebe zu stärken. Entscheidend ist, dass neue Technologien nicht im Labor bleiben, sondern auf den Höfen ankommen – als praxisnahe Lösungen, die Arbeit erleichtern und Ressourcen schonen."
Die geförderten Projekte entwickeln und testen digitale und KI-basierte Lösungen gemeinsam mit landwirtschaftlichen Betrieben, Wissenschaft sowie vor- und nachgelagerter Wirtschaft. Ziel ist es, neue Technologien für Betriebe aller Größen praxistauglich zu machen, Arbeitsprozesse zu vereinfachen, Ressourcen effizienter einzusetzen und Bürokratie zu reduzieren.
Das BMLEH fördert insgesamt fünf gezielt ausgewählte Projekte: iSoBeD (KI-gestützte Bewässerung und Drohneneinsatz im Wein- und Gemüsebau), FarmerSpaceAI (digitale und KI-basierte Lösungen für einen ressourcenschonenden Pflanzenschutz), DigiMilchPro (vernetzte Stalltechnik und KI für Tierwohl und Weidemanagement in der Milchviehhaltung), DiKI-Südwest (Hybrid-Cloud und vernetzte Datenräume für KI-basierte Beratungsdienste) sowie EXPRESS.smart (praxisnahe KI-Anwendungen u. a. für Frost-, Pflanzen- und Wasserhaushaltsmonitoring). Der Technologie- und Wissenstransfer in die Praxis ist fester Bestandteil aller Vorhaben.
Ergänzend fördert das BMLEH das Projekt "Smart Farming" des Deutschen Instituts für Normung (DIN e.V.) mit rund 172.000 Euro. Ziel ist es, internationale Normen und Standards für datenbasierte Agrar- und Lebensmittelsysteme zu entwickeln. Einheitliche Standards verbessern die Interoperabilität digitaler Anwendungen, erleichtern den Datenaustausch und können einen wichtigen Beitrag zur Bürokratieerleichterung leisten. Hintergrund:
Das BMLEH fördert seit 2019 bundesweit digitale Experimentierfelder sowie Zukunftsbetriebe und Zukunftsregionen, um digitale Technologien unter realen Bedingungen zu erproben und den Wissenstransfer in die Praxis zu beschleunigen. Bei den neuen Experimentierfeldern liegt ein besonderes Augenmerk auf dem Einsatz von KI zum Zwecke der Steigerung der Effizienz, der Nachhaltigkeit und der Reduzierung der Bürokratie. Dies soll unter anderem durch den Einsatz von Sprachmodellen (Large Language Models), der Vernetzung von Daten sowie weiterer digitaler Technologien und Anwendungen erreicht werden.
Auch im Jahr 2022 beeinflussen Wetterkapriolen die europäische Kernobsternte. Frühjahrsfr.ste und Trockenheit dezimieren das Angebot auf der iberischen Halbinsel sowie in Südosteuropa.
Seit über 20 Jahren laufen an der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) in Veitshöchheim Anbau- und Sortenversuche mit Kiwibeeren oder „Mini-Kiwi“ (Actinidia arguta).
Die EU-Kommission hat am 22. Juni 2022 einen Vorschlag für eine neue Pflanzenschutzverordnung vorgelegt (SUD), s. auch Pressemitteilung der Europäischen Kommission im Anhang.
Die BLE veröffentlicht wöchentlich eine Marktbeobachtung von Obst und Gemüse mit Beiträgen von den Großmärkten Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München und Berlin.
(ZVG) Mit großer Sorge hat der Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) die heutige Abstimmung im Bundesrat zur EU-Richtlinie über die Sorgfaltspflichten von Unternehmen, dem sogenannten Lieferkettengesetz, verfolgt.