Enge Verzahnung von Anbau, Baumschule und Züchtung

OBSTBAU sprach mit Erich Kiefer, Kiefer Obstwelt, Ortenberg, Dr. Walter Hartmann, Filderstadt, und Dr. Michael Neumüller, Hallbergmoos

Dr. Annette Urbanietz
2355

Mitten im Herzen der Ortenau liegt die Obstbaumschule Kiefer. Aus einem landwirtschaftlichen Betrieb machte Senior Josef Kiefer in den 1960er Jahren einen Baumschulbetrieb mit Obstbau. Und natürlich gehörte in Mittelbaden auch immer schon ein Teil Weinbau zum Betrieb. 

Bald darauf machte die Baumschule Kiefer sich vor allem im Bereich Steinobst einen Namen. Sohn Erich Kiefer übernahm 1999 den erfolgreichen Betrieb von seinem Vater und baute ihn kontinuierlich weiter aus. Heute bewirtschaftet „Kiefer Obstwelt“ 32 Hektar, davon 14 ha Baumschule und 11 ha Obstbau; dazu kommen kleinere Flächen an Strauchbeeren, Reben und Nischenkulturen wie Kaki, Pawpaw oder Kiwi. „Alle Obstarten und -sorten, die wir in der Baumschule anbieten, werden auch im Obstbaubetrieb angebaut. Das Obst wird dann über den Obstgroßmarkt in Oberkirch vermarktet“, berichtete Erich Kiefer beim Ortstermin. „Ware, die wir im Hofladen anbieten, kaufen wir vom Großmarkt zurück.“ Kiefer Obstwelt hat 14 feste Mitarbeiter, dazu i. d. R. einen Auszubildenden und stellt in der Erntesaison sechs bis sieben rumänische Saisonarbeitskräfte ein.
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Interview

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