Zwischen Markt und Mandat

Joerg Hilbers, Claus Schliecker
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Diskussionen über Preise, Absatzentwicklungen und Marktaussichten begleiten den Obstbau seit jeher.

Besonders in den letzten Wochen und Monaten, in denen der Apfelmarkt für die Erzeuger desaströse Ausmaße angenommen hat, wird immer wieder die Frage gestellt, welche Rolle eigentlich die Bundesfachgruppe Obstbau im Marktgeschehen einnehmen sollte.

Eindeutig ist es nicht unsere Aufgabe, in Marktprozesse einzugreifen, Produktionsmengen zu steuern oder unternehmerische Entscheidungen einzelner Betriebe zu lenken. Die Verantwortung für Vermarktung und betriebliche Ausrichtung liegt bei den Unternehmen und ihren Vermarktungsorganisationen.

Trotzdem spielen  Situation und Entwicklung der Obstmärkte für unsere berufsständische Arbeit eine große Rolle. Wer die Interessen der Obstbaubetriebe vertreten will, muss die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen kennen, verstehen und benennen.

Deshalb beobachten wir Märkte, Ernteentwicklungen und internationale Wettbewerbsbedingungen sehr genau. Unser Podcast vom 19. Juni 2026 zu den Frostschäden in Polen hat bei sehr vielen Obstbauern großen Anklang gefunden und unsere Pressemitteilung zum Preiskampf des LEHs bei Erdbeeren fand die gewünschte Beachtung in den Medien.

Wir analysieren Produktionskosten (z. B. mit einem Gutachten zu den Standardeinkommenssätzen der SVLFG), begleiten Veränderungen in den Anbausystemen und greifen aktuelle Entwicklungen in unseren Seminaren, Fachveranstaltungen und in dieser Zeitschrift auf. Unser Ziel ist nicht, Entscheidungen vorzugeben, sondern den Betrieben die Informationen zur Verfügung zu stellen, die sie für ihre eigenen unternehmerischen Entscheidungen benötigen.

Marktbeobachtung ist deshalb kein Selbstzweck. Sie schafft Transparenz. Sie liefert die Grundlage für politische Forderungen. Und sie hilft dabei, die Leistungen des heimischen Obstbaus gegenüber Politik, Handel und Verbrauchern sichtbar zu machen.

Die Bundesfachgruppe wird auch künftig keine Marktsteuerung betreiben. Aber sie wird weiterhin aufmerksam den Obstmarkt beobachten, Entwicklungen einordnen, Missstände benennen und die Interessen der Obstbaubetriebe mit Nachdruck vertreten. Denn gute Entscheidungen benötigen gute Informationen – und genau dazu wollen wir unseren Beitrag leisten.

Über den Autor

Claus Schliecker, Vorsitzender der Bundesfachgruppe Obstbau und Joerg Hilbers, Geschäftsführer der Bundesfachgruppe Obstbau.

Editorials

Editorials

Dem Problem ein Gesicht geben

In den unzähligen Gesprächen mit Politikern, Behördenvertretern, der Industrie und mit Pressevertretern wird in diesen Wochen immer auch nach den Aussichten für die Obstsaison 2015 gefragt.

Jens Stechmann, Jörg Disselborg
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Aus dem Vorstand der Fachgruppe Obstbau

Am 17. März 2015 kam der Vorstand der Fachgruppe Obstbau in Berlin zur Frühjahrssitzung zusammen.

Jens Stechmann, Jörg Disselborg
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Wo Aggression und Resignation aufeinander treffen

Große Enttäuschung, aufkommende Verzweiflung und endloser Frust – dies sind Reaktionen vieler Kolleginnen und Kollegen auf die bürokratischen Anforderungen des Mindestlohngesetzes.

Jens Stechmann, Jörg Disselborg
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Enttäuschung dann Wut – mehr deutsche Äpfel als gedacht

Nun ist es auch amtlich. Das Statistische Bundesamt schätzt die deutsche Apfelernte für 2014 auf 1,12 Mio. t Äpfel und toppt damit noch die Rekordwerte aus 2000 und 2001.

Jens Stechmann, Jörg Disselborg
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„Wenn’s alte Jahr erfolgreich war, dann freue dich aufs neue. Und war es schlecht, ja dann erst recht.“ (Albert Einstein)

Das neue Jahr hat begonnen. Bewährtes verfestigt sich. Neues wird in Angriff genommen.

Jens Stechmann, Jörg Disselborg
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Editorials

Wir müssen nicht groß drum herum reden…

…bringen wir es auf den Punkt: „Die derzeitigen und kurzfristig schon absehbaren Rahmenbedingungen für den deutschen Obstbau trüben unsere Stimmung.“

Jens Stechmann, Jörg Disselborg
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Ein Fußballspiel dauert 90 Minuten

12 Mio. Tonnen Äpfel, einschließlich einer Spitzenernte in Deutschland, Altlasten aus der Ernte 2013, ein Überhang an Überseeäpfeln und letztendlich das russische Embargo erschweren massiv den Start der Apfelsaison 2014/15. 

Helwig Schwartau
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Deutschland – mein Garten Aufruf zur bundesweiten Aktion mit Großplakaten

„Wie geht’s dem Obstbau denn heute so?“ Eine häufig gestellte Frage im Vorbeigehen, die in der Vergangenheit ebenso im Vorbeigehen beantwortet wurde mit „Es geht so – schwierig, aber wir lassen uns nicht unterkriegen!“

Jens Stechmann, Jörg Disselborg
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Russischer Importstopp und die Konsequenzen

Mit Wirkung vom 7. August 2014 hat Russland die Einfuhr bestimmter Lebensmittel aus der Europäischen Union, darunter auch Obst und Gemüse, für ein Jahr gestoppt.

Jens Stechmann, Jörg Disselborg
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Argentinien hat einen Messi – wir haben ein Team

Deutschland ist Fußball-Weltmeister – was für ein Turnier.

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Noch viele Fragen zum Mindestlohn!

In diesen Wochen dreht sich bei unserer Verbandsarbeit alles um den Mindestlohn.

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Zukunft zulassen

In Medizin und Pharmazeutik wird Gentechnik selten hinterfragt.

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