• „Wenn’s alte Jahr erfolgreich war, dann freue dich aufs neue. Und war es schlecht, ja dann erst recht.“ (Albert Einstein)

„Wenn’s alte Jahr erfolgreich war, dann freue dich aufs neue. Und war es schlecht, ja dann erst recht.“ (Albert Einstein)

Jens Stechmann, Jörg Disselborg
5293

Das neue Jahr hat begonnen. Bewährtes verfestigt sich. Neues wird in Angriff genommen.

Wie in allen Lebensbereichen, trifft dies auch auf unsere Arbeit als Berufsverband zu. Zu Jahresbeginn bietet es sich an, über die letzten Monate nachzudenken und das vergan Jahr Revue passieren zu lassen. Was hat es gebracht – dieses Jahr 2014? Was bleibt für 2015?

Wir schreiben diesen Leitartikel und draußen sind es bei wolkenlosem Himmel und Sonnenschein ganz angenehme 6 Grad Celsius. Angenehm sicher auch für die Kirschessigfliege. Wir können nur hoffen, dass die enorme Populationsdichte, mit der die Fliege in diesen Winter ging, durch eine ausreichende Frostperiode zumindest etwas reduziert wird. Für uns bleibt dieser Schädling in 2015 ganz oben auf dem Arbeitsplan. Die Anträge auf Notfallzulassungen für Spintor und Karate Zeon sind längst gestellt. Diese müssen sicher noch durch viele Gespräche und Telefonate flankierend unterstützt werden. Die Zulassungserweiterung von Spintor zur Anwendung in Raumkulturen hat oberste Priorität für uns. Aber ebenso wird uns die Suche nach den noch offenen Fragen im Umgang mit der Kirschessigfliege beschäftigen. Auch die Kirschfruchtfliege bleibt ein großes Problem, an dessen Lösung wir gemeinsam mit den Zulassungsbehörden arbeiten müssen.

Seit ein paar Tagen gilt der gesetzliche Mindestlohn. Für uns jedoch zählt zunächst ein allgemeinverbindlicher Tarifvertrag, der befristet bis Ende 2017 eine geringfügige Unterschreitung des Mindestlohnes möglich macht. Welche Auswirkungen wird die Erhöhung der Lohnkosten auf unsere Betriebe haben? Wie wird sich die Branche verändern? Und was können wir auf betrieblicher und auch verbandlicher Ebene unternehmen, um weiterhin wirtschaften zu können? Im Netzwerk mit den Trägerverbänden und den Arbeitgeberverbänden ist hier eine Kernaufgabe entstanden.

Was bleibt noch?

• Zulassungssituation von Insektiziden in Raumkulturen:

Wichtige Insektizide stehen uns in den Raumkulturen nicht zur Verfügung. Mit den Zulassungsbehörden, den Pflanzenschutzdiensten und der Beratung müssen wir hier mit deutlichem Nachdruck um Lösungen ringen.

• Gemeinsame Agrarpolitik:

Die Umsetzung des Greening der gemeinsamen Agrarpolitik muss in der Praxis flexibel und praxisgerecht erfolgen. Uns geht es um eine sinnvolle Nutzung der Greening- Parzellen.

• Werbung für deutsches Obst:

Die Öffentlichkeitsarbeit für unsere Produkte und Produktionsweisen muss deutlich intensiviert werden. Alle Aktivitäten müssen stärker gebündelt werden, um die Werbung für deutsches Obst effektiver zu machen und um die Verbraucher und  Medien besser zu erreichen.

• Nationaler Aktionsplan für einen nachhaltigen Einsatz von Pflanzenschutzmitteln:

Die Weiterentwicklung des Aktionsplanes macht nur Sinn, wenn die landwirtschaftlichen und gartenbaulichen Betriebe als Grundpfeiler des Planes überhaupt noch agieren können.

Die Aufgabenliste ist lange nicht vollständig, spiegelt aber die größten Herausforderungen des Jahres 2015 wider. Weitere entscheidende Faktoren wie Wetter und Marktverhalten der wichtigsten Akteure, die über ein gutes Jahr entscheiden können, liegen dabei nicht einmal in unseren Händen.

Eine professionelle Verbandsarbeit im Sinne des deutschen Obstbaus kann nur mit Profis erfolgreich sein. Für die Unterstützung der berufsständischen Arbeit danken wir an dieser Stelle unseren Familien und Mitgliedern, allen Funktionsträgern, den Beratern und Behörden, mit denen wir zusammenarbeiten. Für 2015 hoffen wir auf ein Jahr ohne Wetterkapriolen. Ihnen und Ihren Familien wünschen wir alles Glück und Gesundheit und bei der Bewältigung der zahlreichen Herausforderungen wünschen wir Ihnen, Ihren Betrieben und auch uns viel Erfolg. 

Jens Stechmann                            Jörg Disselborg
- Bundesvorsitzender -                 - Geschäftsführer - 

 

Editorials

Editorials

Regionalität – eine messbare Größe oder nur ein Gefühl?

Verknappung steigert den Wert von Rohstoffen, Konsumgütern oder Lebensmittel und auch von Zeit.

Jens Stechmann, Jörg Disselborg
5105
Editorials

Die Würfel sind gefallen – die Richtung ist noch unbestimmt

Es ist der Abend des 22. September – der große Wahlsonntag

Jens Stechmann, Jörg Disselborg
5100
Editorials

Damit die Wahl nicht zum Würfelspiel wird

Ist ein Würfelspiel besser als eine bewusste Wahlentscheidung?

Bleibt uns nichts weiter, als die Würfel so zu nehmen, wie sie fallen?

Jens Stechmann, Jörg Disselborg
4949
Editorials

Kooperation statt Konfrontation – freiwilliges Engagement nicht bestrafen

Als Produzenten von gesunden und sicheren Nahrungsmitteln leisten Obstbaubetriebe auch einen wesentlichen Beitrag zum Erhalt der Kulturlandschaft und des Landschaftsbildes.

Jens Stechmann, Jörg Disselborg
5224
Editorials

Hochwasserhilfe 2013

Wir alle verfolgen die immer noch dramatischen Bilder des Hochwassergeschehens mit großer Betroffenheit.

Jens Stechmann, Jörg Disselborg
5465
Editorials

Wir halten immer noch nach

Achten Sie einmal auf Ihre Reaktionen, wenn Sie dieses Wort lesen: NACHHALTIGKEIT.

Jens Stechmann, Jörg Disselborg
5228
Editorials

Nationaler Aktionsplan zur nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln (NAP) – Wie geht es nun weiter?

Über mehrere Jahre hinweg haben wir uns in zahlreichen Diskussionen und Stellungnahmen in die Ausgestaltung des NAP eingebracht. Am 10. April hat die Bundesregierung ihn nun endgültig verabschiedet.

Jens Stechmann, Jörg Disselborg
5627
Editorials

Wie ist die Lage in Sachen Feuerbrand?

Trotz umfangreicher Forschungsaktivitäten haben wir bis heute keine durchgreifenden Bekämpfungsverfahren, die ohne antibiotikahaltige Mittel auskommen.

Jens Stechmann, Jörg Disselborg
5387
Editorials

Sicherheit, Transparenz, Kontrolle und Qualität oder was hat Pferdefleisch mit dem Obstbau zu tun?

Das Jahr ist noch jung und schon erleben wir einen neuen Skandal um falsch ausgezeichnete Lebensmittel. Wegen des Pferdefleisch-Skandals wurden in Deutschland bereits mehrere Produkte aus dem Handel genommen.

Jens Stechmann, Jörg Disselborg
5423
Editorials

Was erwartet uns in diesem Jahr?

Auf Bundesebene sind bereits alle Weichen in Richtung Bundestagswahl im September gestellt. Nach der Landtagswahl in Niedersachsen stehen in diesem Jahr noch die Wahlen in Bayern und Hessen an. In Niedersachsen kommt es zu einem Regierungswechsel, mit Folgen für die Bundespolitik.

Jens Stechmann, Jörg Disselborg
5416
Editorials

Prosit Neujahr mit alten Themen und neuen Aufgaben

Ein anstrengendes Jahr 2012 liegt hinter uns. Obwohl wir in Gemeinsamkeit mit anderen Verbänden der grünen Branche viel erreichen konnten, erwarten uns in diesem Jahr noch viele nicht abgeschlossene Baustellen.

Jens Stechmann, Jörg Disselborg
5523
Editorials

Neue Versicherungssteuer - geht doch

Für uns völlig unverständlich plant die Bundesregierung die gesetzliche Festschreibung eines Versicherungssteuersatzes für Mehrgefahrenversicherungenvon 19 Prozent des Versicherungsbetrages.

Jens Stechmann, Jörg Disselborg
5625
Anzeige