Ein Fünkchen Hoffnung bleibt

Jens Stechmann, Jörg Disselborg
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Schon weit vor dem Ende der aktuellen Saison laufen bereits die Vorbereitungen für die vielen Tagungen, Versammlungen und Seminare des kommenden Winters.

Denn wer zuerst kommt, malt zuerst. Deshalb werden frühzeitig Räume gebucht, Themen gesetzt und Referenten verpflichtet. Doch was sind die Themen des Jahres 2017?

Die Frostereignisse werden vielerorts einen Schwerpunkt bilden. Aber nur ein Rückblick auf die Schäden wird hier nicht reichen.


Die Auswirkungen der neuen Düngeverordnung werden diskutiert und stets aktuelle Sortendiskussionen geführt.

Das Verhalten der Marktteilnehmer wird analysiert, die Zulassungssituation der Pflanzenschutzmittel erörtert und Empfehlungen für die nächste Saison besprochen.

Und über all den fachlichen Aspekten schweben noch gesellschaftspolitische Diskussionen zu Rückständen, zur Landwirtschaft im Allgemeinen, zur Öffentlichkeitsarbeit und zum Marketing. Da wird über den Nationalen Aktionsplan zur nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln gesprochen, hier geht es um die Weiterentwicklung der Integrierten Produktion, da stehen Bio-diversität und Nachhaltigkeit im Fokus und den Mindestlohn vergessen wir auch nicht. Aber gibt es am Ende wirklich etwas Neues? Und welche Auswirkungen wird das Ergebnis der Bundestagswahl für unseren Berufsstand haben?

Was bei Veranstaltern und Verbänden im Rahmen der Veranstaltungsorganisation schon zu Kopfschmerzen führt, löst bei manchem Praktiker blanke Verzweiflung aus. Mit was sollen wir uns denn noch auseinandersetzen? Finden wir neue Stellschrauben, um unseren Obstbau für die Zukunft zu rüsten? Einige Gedanken hierzu finden Sie in dieser OBSTBAU-Ausgabe. Dr. Lothar Wurm beschreibt alternative Wege im österreichischen Obstbau, Dr. Gottfried Lafer stellt die Maroni als neue Kultur vor oder Helwig Schwartau wirft einen Blick auf die Entwicklung des Bio-Marktes.

Doch es gibt auch die schönen Momente im betrieblichen Alltag. Augenblicke in denen uns bewusst wird, wie schön der Obstbau auch sein kann. In den sozialen Medien und auf den Internetseiten zeigen aktive Obstbaubetriebe Bilder und Videos von blühenden Beständen, von ertragreichen Anlagen und der laufenden Ernte. Und da sind natürlich die zahlreichen Saisoneröffnungen und Hoffeste aller Art. Glückliche Kinder, zufriedene Eltern und gut gelaunte Kunden strömen auf die Betriebe. Hier erfahren die Obstbaufamilien dann die gebührende Wertschätzung für ihre Arbeit. Und das ist nicht nur richtig, sondern auch wichtig. Diese Momente der Wertschätzung, ob nun auf dem Hoffest, dem Wochenmarkt oder im Gespräch mit Geschäftspartnern und anderen Kollegen, laden unsere Akkus wieder auf und geben Kraft für Zeiten, in denen die Lage vielleicht nicht so rosig aussieht. 

Wir wünschen Ihnen noch viele Situationen, in denen Ihnen Wertschätzung und Anerkennung entgegengebracht werden. Laden Sie die Akkus auf, damit Sie fit bleiben für alle Herausforderungen, die der Obstbau in Zukunft noch bereithalten wird! Und genießen Sie noch bewusster all die schönen Momente, die unser Beruf zu bieten hat.

Der Heilige Augustinus hat gesagt: „In dir muss brennen, was du in anderen entzünden willst.“ Da hat er recht.

 

Jens Stechmann                            Jörg Disselborg
- Bundesvorsitzender -                 - Geschäftsführer - 

 

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Gemeinsam mit dem Verband der Landwirtschaftskammern veranstaltet die Fachgruppe Obstbau seit fast fünfzig Jahren äußerst erfolgreich Tagungen für die Beratungskräfte im Obstbau.

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Bundesumweltministerin Barbara Hendricks hat Anfang September ihr Integriertes Umweltprogramm 2030 präsentiert und damit umgehend einen Sturm der Kritik ausgelöst.

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Als die Delegiertenversammlung 2015 beschloss, die Finanzierung der dringend notwendigen Kommunikations- und Öffentlichkeitsarbeit für den deutschen Beeren-, Kern- und Steinobstanbau aus der Solidargemeinschaft der deutschen Obstbaufamilien zu stemmen, war der Optimismus unter der Verbandsvertretern groß.

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Arbeitnehmer in Deutschland bekommen künftig einen höheren gesetzlichen Mindestlohn. Die Lohnuntergrenze steigt Anfang 2017 von derzeit 8,50 Euro auf 8,84 Euro pro Stunde.

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Seit Ende Mai haben schwere Unwetter mit Starkregen, Hagel und Orkanböen auch im Obstbau regional zu großen Schäden geführt.

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Die öffentlichen Diskussionen um Glyphosat haben schon längst hysterische Züge angenommen. 

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Strenge gesetzliche Regelungen für die Zulassung und Anwendung von Pflanzenschutzmitteln stellen sicher, dass negative Auswirkungen für die Umwelt sowie die Anwender- und Lebensmittelsicherheit vermieden werden.

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Es ist Montag, der 21. März 2016, um 8.26 Uhr. Hier im Hotel Hafen Hamburg findet die Fachtagung Obst und Gemüse des Deutschen Raiffeisenverbandes statt.

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Die Delegierten der Mitgliedsverbände der Fachgruppe Obstbau haben im Rahmen der letzten Versammlung intensiv über eine Kommunikations- und Öffentlichkeitsarbeit für den deutschen Obstbau diskutiert und folgende Feststellungen getroffen:

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Mit Einführung der ersten Richtlinie für die Kontrolliert Integrierte Produktion im Jahr 1990 haben wir deutschen Obst- und Gemüsebauern Maßstäbe gesetzt.

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So wie schon seit Jahren zur guten Tradition geworden, wird auch das Jahr 2016 mit einer kräftezehrenden Veranstaltung beginnen.

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OBSTBAU und die Vereinigte Hagelversicherung haben in den vergangenen sechs Ausgaben die Zukunft des deutschen Obstbaus aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet.

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