Aktiv mitbestimmen und keine weitere Fremdbestimmung riskieren

Jens Stechmann, Jörg Disselborg
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Die Diskussionen rund um die EU-Agrarpolitik 2021–2027 sind in vollem Gange.

Der öffentliche Druck auf die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) und das gesamte Agrarbudget wächst. Und viele absurde und konfliktreiche Forderungen sind bereits erhoben, die wenig zur Weiterentwicklung der Agrarpolitik auf europäischer Ebene beitragen. Oft fehlen konkrete Lösungsansätze und die bereits etablierten hohen Standards unserer Produktion werden ausgeklammert oder sogar ignoriert. Das kennen wir in Deutschland nur zu gut.

 

EU-Kommissar Phil Hogan hat einen Fahrplan für die Reform der EU-Agrarpolitik nach 2020 vorgelegt. Der Prozess für die Modernisierung der Gemeinsamen Agrarpolitik in der nächsten Finanzierungsperiode beginnt mit einer breit angelegten öffentlichen Konsultation. Seit dem 2. Februar 2017 läuft diese Online-Konsultation „Modernisierung und Vereinfachung der GAP“. Gärtner, Landwirte, Bürger, Organisationen und alle anderen Interessierten (!) haben die Möglichkeit, ihre Meinung zur Zukunft der GAP zu äußern. Die Kommission will bis Ende 2017 entsprechende Vorschläge entwickeln, in die die Beiträge aus der Konsultation einfließen sollen. Die Ergebnisse der Umfrage haben also enormes Gewicht.

 

Eine solide, verlässliche und starke Agrarpolitik ist für auch unseren Sektor „Sonderkulturen“ von großer Bedeutung. Und dieser Tatsache müssen wir durch unsere Beteiligung an der Konsultation Rechnung tragen. Sie bietet eine einmalige Chance zur Beteiligung für uns alle – eine Chance, die wir unbedingt nutzen müssen. Wer außer uns hat die Erfahrung im Umgang mit den Auswirkungen der EU-Agrarpolitik. Aus der täglichen Praxis heraus wissen nur wir, wo eine gutgemeinte Agrarpolitik eher hemmend als fördernd ist. Hier müssen wir uns positionieren und aufzeigen, was eine erfolgreiche und zukunftsfähige Gemeinsame EU-Agrarpolitik leisten muss.

 

Wo können Sie also mitmachen? Den Online-Fragebogen können Sie direkt im Internet ausfüllen: https://ec.europa.eu/eusurvey/runner/FutureCAP?surveylanguage=DE

 

Wann mitmachen?

Am besten sofort, die Teilnahme ist noch möglich bis Dienstag, den 2. Mai 2017.

 

Worum geht es in Kürze?

• Förderung von Beratung und Wissenstransfer

• Zukunft der EU-Direktzahlungen

• Entlastungen bei Kontrollen und Cross Compliance

• Spürbare Vereinfachungen beim Greening

• Sicherung von Fördermaßnahmen unmittelbar für unsere Betriebe

• Verbesserung der landwirtschaftlichen Risikoabsicherung

• Digitalisierung, Innovation und Agrarforschung

• Förderung des ländlichen Raums

 

Nehmen Sie alle an der Konsultation teil und bitten Sie auch Verwandte, Freunde und Bekannte ebenfalls teilzunehmen. Die Antworten der Verbände und weitere Informationen liegen Ihren Landesverbänden vor und können dort abgerufen werden. Der Deutsche Bauernverband und der Zentralverband Gartenbau habe ihre Antworten auch auf den entsprechenden Internetseiten veröffentlicht. Die Geschäftsstelle der Fachgruppe Obstbau sendet Ihnen gerne die entsprechenden Links. Schicken einfach eine kurze Mail an: info@obstbau.org.

 

Jens Stechmann                            Jörg Disselborg
- Bundesvorsitzender -                 - Geschäftsführer - 

 

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Dem Problem ein Gesicht geben

In den unzähligen Gesprächen mit Politikern, Behördenvertretern, der Industrie und mit Pressevertretern wird in diesen Wochen immer auch nach den Aussichten für die Obstsaison 2015 gefragt.

Jens Stechmann, Jörg Disselborg
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Aus dem Vorstand der Fachgruppe Obstbau

Am 17. März 2015 kam der Vorstand der Fachgruppe Obstbau in Berlin zur Frühjahrssitzung zusammen.

Jens Stechmann, Jörg Disselborg
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Wo Aggression und Resignation aufeinander treffen

Große Enttäuschung, aufkommende Verzweiflung und endloser Frust – dies sind Reaktionen vieler Kolleginnen und Kollegen auf die bürokratischen Anforderungen des Mindestlohngesetzes.

Jens Stechmann, Jörg Disselborg
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Enttäuschung dann Wut – mehr deutsche Äpfel als gedacht

Nun ist es auch amtlich. Das Statistische Bundesamt schätzt die deutsche Apfelernte für 2014 auf 1,12 Mio. t Äpfel und toppt damit noch die Rekordwerte aus 2000 und 2001.

Jens Stechmann, Jörg Disselborg
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„Wenn’s alte Jahr erfolgreich war, dann freue dich aufs neue. Und war es schlecht, ja dann erst recht.“ (Albert Einstein)

Das neue Jahr hat begonnen. Bewährtes verfestigt sich. Neues wird in Angriff genommen.

Jens Stechmann, Jörg Disselborg
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Wir müssen nicht groß drum herum reden…

…bringen wir es auf den Punkt: „Die derzeitigen und kurzfristig schon absehbaren Rahmenbedingungen für den deutschen Obstbau trüben unsere Stimmung.“

Jens Stechmann, Jörg Disselborg
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Ein Fußballspiel dauert 90 Minuten

12 Mio. Tonnen Äpfel, einschließlich einer Spitzenernte in Deutschland, Altlasten aus der Ernte 2013, ein Überhang an Überseeäpfeln und letztendlich das russische Embargo erschweren massiv den Start der Apfelsaison 2014/15. 

Helwig Schwartau
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Deutschland – mein Garten Aufruf zur bundesweiten Aktion mit Großplakaten

„Wie geht’s dem Obstbau denn heute so?“ Eine häufig gestellte Frage im Vorbeigehen, die in der Vergangenheit ebenso im Vorbeigehen beantwortet wurde mit „Es geht so – schwierig, aber wir lassen uns nicht unterkriegen!“

Jens Stechmann, Jörg Disselborg
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Mit Wirkung vom 7. August 2014 hat Russland die Einfuhr bestimmter Lebensmittel aus der Europäischen Union, darunter auch Obst und Gemüse, für ein Jahr gestoppt.

Jens Stechmann, Jörg Disselborg
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Argentinien hat einen Messi – wir haben ein Team

Deutschland ist Fußball-Weltmeister – was für ein Turnier.

Jens Stechmann, Jörg Disselborg
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In diesen Wochen dreht sich bei unserer Verbandsarbeit alles um den Mindestlohn.

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Zukunft zulassen

In Medizin und Pharmazeutik wird Gentechnik selten hinterfragt.

Jens Stechmann, Jörg Disselborg
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