Fusarium und die Himbeerrutenkrankheit

Alfred-Peter Entrop, Prof. Dr. Roland W. S. Weber
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Der Name „Himbeerrutenkrankheit“ ist ein Sammelbegriff für pilzliche Infektionen, die an Himbeerruten gegen Ende ihres ersten Wachstumsjahres oder im zweiten (fruchttragenden) Jahr als Nekrosen sichtbar werden.

Es kommt zum raschen Absterben des befallenen Gewebes. Infektionen beginnen oft an der Blattachsel bzw. der anliegenden Knospe im bodennahen Bereich der Rute. Je nach Erreger bleibt die Nekrose oberflächlich oder dringt tiefer in die Region der Leitbahnen oder gar ins Rutenmark ein. Unter solchen Bedingungen können schwere Ernteverluste auftreten, da Knospen in den befallenen Rutenregionen im Folgejahr nur noch schwach oder gar nicht mehr austreiben. Obgleich einige Erreger in der Lage sind, intakte Ruten zu befallen, treten schwere Fälle der Himbeerrutenkrankheit meistens dann auf, wenn Wunden als Eintrittsportal vorhanden sind. Diese können durch Fraßschäden pathogener Insekten, vor allem Larven der Himbeerrutengallmücke (Resseliella theobaldi), verursacht werden (s. Foto 1). Die Schutzfunktion der Rinde kann aber auch durch natürliche Rissbildung bereits im ersten Jahr gebrochen werden. In der Literatur werden als wichtigste Schadpilze der Himbeerrutenkrankheit genannt:
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