Leitartikel Mai 2010
Gefahr oder Gelegenheit? Preiskrise der europäischen Obstbranche
1,4 Millionen Tonnen deutschen Obst haben den Markt im vergangenen Jahr unter starken Mengendruck gesetzt. Das die Wirtschaftskrise ebenfalls ihre Auswirkungen auf das Geschehen an den Märkten hatte, ist unbestritten. Der deutsche Lebensmitteleinzelhandel befindet sich weiter auf dem Kurs des Preiskampfes und leistet dem Konzentrationsprozess weiter Vorschub. Zahlreiche Obstprodukte wurden unter dem Einstandspreis und damit unter Erzeugerkosten verkauft. Dieser Situation sind wir nahezu wehrlos ausgeliefert. Um eine weitere Vermarktungskrise zu verhindern, müssen schnellstmöglich grenzübergreifende und verlässliche Wettbewerbsregelungen geschaffen werden. Nur so kann eine funktionierende Anbieterkonzentration auf der Vermarktungsseite verwirklicht werden, um der Nachfragemacht des Lebensmitteleinzelhandels entgegen zu treten. Auch alle direktvermarktenden Betriebe werden von dieser möglichen neuen Situation profitieren können. Was muss also passieren?
Weichenstellungen der Europäischen Union
Konsum auf dem Binnenmarkt ankurbeln
Das Wort Krise setzt sich im Chinesischen aus zwei Schriftzeichen zusammen: Das eine bedeutet Gefahr und das andere Gelegenheit. Die Fachgruppe Obstbau wird gemeinsam mit den Trägerverbänden alle Gelegenheiten nutzen, konstruktive Lösungsansätze aufzuzeigen und in die politischen Diskussionen in Brüssel und Berlin einzubringen.
Gerhard Kneib
Jörg Disselborg
06/2010 - Der Obstbau steht für biologische Vielfalt![]()
01/2010 - Prosit Neujahr - 2010 möge dem Obstbau Nutzen![]()
02/2010 - Erneute Preissenkungsrunde - Provokation auch für den![]()
03/2010 - EU- Statistikverordnung für Pflanzenschutzmittel: Herrschaft der Verwaltung oder sinnvolle Umsetzung?![]()
04/2010 - Und noch ein Bürokratiemonster? Deutsche Steuereerklärung für ausländische Saisonarbeitskräfte![]()
05/2010 - Gefahr oder Gelegenheit? Preiskrise der europäischen Obstbranche![]()
07/2010 - Gemeinsame Agrarpolitik![]()
08/2010 - Steht der Naturschutz über dem Gesundheitsschutz?![]()
AUSGABE 05/2010
