Leitartikel März2008
Ciao!
Spannende, interessante und aufregende Jahre waren es bei der Fachgruppe Obstbau und in der Redaktion OBSTBAU. Eine Zeitspanne, die von den Themen Saisonarbeitskräfte und Züchtungsforschung über Clubsorten bis hin zum Pflanzenschutz reicht. Berufspolitisch waren die Themen ausreichende Anzahl von Pflanzenschutzmitteln und die Verfügbarkeit von motivierten Saisonarbeitskräften zur Sicherung der Ernte immer die Hauptthemen. Trotz alledem wurden auch herausfordernde Themen wie Pflanzweiten, Pflanzdichten, neue Sorten, Clubsorten, Züchtungsanstrengungen, Wirtschaftlichkeit von Kulturverfahren oder Bio-Anbau initiiert, kritisch hinterfragt, begleitet und gestaltet.
Erfolge zu messen ist nicht einfach. Aber im Rückblick ist viel erreicht worden - gemeinsam für den deutschen Obstbau erreicht worden. Viele kleine Stellschrauben sind gedreht worden, viel wurde bewegt, um das Große in Bewegung zu halten - und das alles vor dem Hintergrund einer sich massiv ändernden Einstellung der Gesellschaft und der Politik zur Landwirtschaft allgemein und zum Obstbau speziell.
Produktionstechnisch hat sich die Zeitschrift OBSTBAU vom Klebeumbruch über Korrekturfahnen bis zum vollelektronisch Layout-Verfahren verändert. Von den Regionalberichten bis zur Internetpräsentation. 14 Jahre Begleitung der Obstbauern, mehr als 168 Ausgaben von OBSTBAU .
Der Obstbau ist eine Herausforderung, die damals wie heute fasziniert, mit einer Dynamik, die im Auf wie auch im Ab ungebrochen ist. Die Zeitschrift OBSTBAU wird die Branche auch weiterhin mit Aufmerksamkeit beobachten, begleiten und die Obstbauern zu Denkanstössen anregen. In meinen 14 Jahren bürgten und bürgen dafür auch die Redakteure Christina Somia, Dr. Annette Urbanietz, und in unvergessener Weise, Dr. Alfred Großgebauer, von Anfang an mit unseren vielen kompetenten Autorinnen und Autoren. Ihnen gilt mein Dank, ebenso dem Vorstand der Fachgruppe Obstbau, die der Redaktion die notwendige Unabhängigkeit bot. Dank auch der Produktion und der Anzeigenverwaltung für viele kreative Ideen. Und nicht Zuletzt Ihnen, den Lesern und Anzeigenkunden von OBSTBAU für Ihre positiven, kritischen und anregenden Reaktionen und Themenvorschlage.
Begleiten Sie meinen Nachfolger Jörg Disselborg ebenso konstruktiv wie mich. Mit Ihm und dem Redaktionsteam haben Sie spannende, interessante, aufregende Jahre vor sich.
Ich übrigens auch. Als Leser von OBSTBAU.
Und überhaupt: Ciao!
Ich danke Ihnen für die gute und kollegiale Zusammenarbeit, die von anregenden Diskussionen, bereichernden Begegnungen und erfolgreichen Kooperationen geprägt war. Für die Zukunft wünsche ich Ihnen alles Gute und weiterhin viel Erfolg.
Herbert Knuppen
Wechsel
Die vor Ihnen liegende Ausgabe von OBSTBAU ist zugleich die letzte Ausgabe, die unter der Verantwortung des langjähriges Chefredakteurs Herbert Knuppen steht. Herbert Knuppen hört als Geschäftsführer der Fachgruppe Obstbau und als Chefredakteur der Zeitschrift OBSTBAU auf. Er hört auf, um sich anderen beruflichen Herausforderungen zu stellen und auch aus privaten Gründen. Ein Wunsch, der verständlich und nachvollziehbar ist. Ein Wunsch, den der Vorstand nicht leicht angenommen hat.
Mit Herbert Knuppen verlieren wir einen hoch motivierten Geschäftsführer, Seminarleiter und Chefredakteur. Mit seinem Engagement und seiner Leidenschaft für diesen Beruf hat er maßgeblich dazu beigetragen, den Obstbau und die Zeitschrift OBSTBAU zum Aushängeschild für den professionellen Erwerbsobstbauern zu machen. Herbert Knuppen hat unermüdlich für eine enge Bindung zwischen den Unterstützern und den Interessierten gearbeitet und Meinungen und Menschen zusammengeführt. Vielfältige Funktionen, die künftig noch wichtiger werden, da die Spielräume und Gestaltungsmöglichkeiten für den deutschen Obstbau enger zu werden scheinen.
Ich möchte mich an dieser Stelle bei Herbert Knuppen für seine engagierte Arbeit für die Fachgruppe Obstbau und die Zeitung OBSTBAU herzlich bedanken. Durch seinen langjährigen unermüdlichen Einsatz hat er für den deutschen Obstbau große Verdienste erworben. Wir wünschen ihm für die Zukunft, sowohl privat als auch beruflich, Viel Glück und Erfolg und hoffen auf noch viele Begegnungen miteinander.
Mit Jörg Disselborg ist ein aktiver Nachfolger gefunden, der sich weiterhin intensiv für die Belange des deutschen Obstbaus einsetzen wird. Ihm wünschen wir viel Erfolg!
Gerhard Kneib, im Namen des Vorstandes der Fachgruppe Obstbau
AUSGABE 03/2008
Titelbild: Alles abgedeckt? Versuchsfeld zur Erdbeerverfrühung
am GBZ Köln-Auweiler