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Wissenswertes - Gesundheit

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Vitaminpillen kein Ersatz für Obst und Gemüse

Allein gesunde Ernährung kann vor Krebs und Herzinfarkt schützen - Mögliche Wirkung bislang kaum erforschter Substanzen.
Die regelmäßige Einnahme von Vitamintabletten kann weder vor Krebs noch vor einem Herzinfarkt schützen. Das belegen drei Studien, die jetzt im US-Fachmagazin "New England Journal of Medicine" veröffentlicht wurden.
Jahrelang waren Experten davon ausgegangen, dass die tägliche Zufuhr hochdosierter Vitaminpräparate - insbesondere waren damit die Vitamine A, E und C gemeint - vorbeugend wirkt. Die Folge dieser Annahme war, dass besonders in den Industrieländern der Absatz von Vitamintabletten steil anstieg und es teilweise sogar zu Versorgungsengpässen kam.
Erste Zweifel an der Wirksamkeit der Vitaminpillen kam bereits 1984 auf, als die von Nationalen Krebsinstitut der USA und dem Institut für das öffentliche Gesundheitswesen Finnlands unterstützte sogenannte ATBC-Studie durchgeführt wurde. 29.000 Raucher in Finnland waren über mehrere Jahre entweder mit Vitamin E oder Beta-Karotin (einer Vorstufe des Vitamins A) oder aber, ohne es zu wissen, mit einem Scheinmedikament (Placebo) behandelt worden. Fünf bis acht Jahre nach Beginn der Studie zeigte sich, dass in der Vitamingruppe die Zahl der Krebsfälle nicht niedriger, sondern deutlich höher als in der Placebogruppe ausfiel. In der Beta-Karotin-Gruppe stieg die Zahl der Lungenkrebsfälle, in der Vitamin-E-Gruppe nahm die Zahl der Schlaganfälle zu.
Dieses Resultat überraschte viele Gesundheitsexperten. Sie waren davon ausgegangen, dass besonders die Vitamine A und E die Entstehung von Krebs und Arterienverkalkung verhindern könnten. Auf zellulärer Ebene, so die Annahme, würden diese Vitamine die sogenannten freien Sauerstoffradikale neutralisieren und damit antioxidativ wirken. Doch inzwischen haben Untersuchungen gezeigt, dass die Einnahme selbst relativ hoher Dosen der Vitamine A und E für die Vorbeugung von Krebs und Herzleiden offenbar ungeeignet ist.

 


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AUSGABE 07/2010
Titel OBSTBAU Juli 2010
Titelbild: Süßkirschen aus dem geschützten Anbau sind nach wie vor auf dem Vormarsch.


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Leitartikel:
Gemeinsame Agrarpolitik - Zukunftspolitik der EU für Landwirtschaft und Gesellschaft
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