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Wissenswertes - Gesundheit

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Süßkirschen - zwischen Wirtschaftsgut und trendiger "Fitnessfrucht"

Heike Drechsler: "Im Sommer heißt es für mich: Ran an die Kirschen!

Süßkirschen -das ist für viele Verbraucher ein Synonym für sommerlichen Genuss. Früchte aus heimischem Anbau, die ab Juni auf den Wochenmärkten und im Lebensmitteleinzelhandel im Angebot sind, zeichnen sich durch eine hohe Qualität und einen köstlich-süßen Geschmack aus. Durch die kurzen Transportwege zum Verbraucher können die Früchte hierzulande voll ausreifen und zum optimalen Zeitpunkt gepflückt werden. Doch was an Süßkirschen begeistert, ist mehr als der Geschmack. Sie enthalten eine Vielzahl wertvoller Inhaltsstoffe, die unserem Körper gut tun und ihn fit für den Sommer machen.
Bei einer Presseveranstaltung der Fachgruppe Obstbau und der Centralen Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft (CMA), unter Mitwirkung des 5 am Tag e.V., wurde am 28. Juni in Ingelheim die Süßkirsche genauer unter die Lupe genommen.

Ingelheim, 28.06.2005 -"Süßkirschen sind für mich mehr als eine fruchtig-frische Gaumenfreude. Sie sind ein richtiges Schlankobst mit wenig Kalorien und vielen Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen. Und als ehemalige Leistungssportlerin weiß ich, wie wichtig diese Stoffe für meinen Körper und mein gesamtes Wohlbefinden sind", fasste die ehemalige Leichtathletin Heike Drechsler ihre persönliche Einstellung zu Süßkirschen zusammen. Auch für Walter Strutz, Staatssekretär im rheinland-pfälzischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau ist das sommerliche Steinobst etwas ganz Besonderes: "Der große Kirschbaum im Garten meiner Großeltern, der süße Geschmack der prallen, saftigen Kirschen und dann natürlich als krönender Abschluss das Kirschkern-Weitspucken mit Freunden -diese wunderbaren Erinnerungen an Sommer und Lebensfreude werden jedes Jahr beim Verzehr der ersten heimischen Süßkirschen wieder lebendig."


Süßkirschen auf dem Vormarsch
Doch Süßkirschen sind auch ein Wirtschaftsfaktor. Mit einer Produktion von etwa 35.000 Tonnen im Jahr bei steigender Tendenz gehört Deutschland zu den bedeutendsten Süßkirschproduzenten in Europa. Hauptanbaugebiete sind Rheinhessen, Baden-Württemberg, Thüringen und Franken. Neue Sorten und moderne Kulturtechniken wie Überdachungen, die die Früchte vor Regen und damit dem Aufplatzen schützen, führen in den Monaten Juni bis August zu einem vielfältigen Angebot an Süßkirschen. "Bei Süßkirschen aus heimischem Anbau kann der Verbraucher sicher sein, qualitativ hochwertige und einwandfreie Früchte im Angebot zu finden. Insbesondere Süßkirschen, die unter einem Foliendach reifen, sind größer und schmecken aromatischer", so Strutz weiter. Heike Drechsler zeigte sich beeindruckt von den modernen Kirschanlagen: "Eine Süßkirschenanlage habe ich mir ganz anders vorgestellt. Die Bäume sind so klein, dass ich die Früchte ohne Leiter vom Boden aus ernten kann."


Prallvoll mit Gesundheit
Frische Süßkirschen brillieren jedoch nicht nur mit einer glänzenden Schale. Auch ihre “inneren" Werte lassen sich sehen. Durch ihren hohen Gehalt an Ballaststoffen regen Kirschen die Verdauung an. Die roten Farbstoffe der Süßkirsche, auch Anthocyane genannt, wirken entzündungshemmend und linden Rheuma und Gichtbeschwerden. In Kombination mit dem ebenfalls reichlich vorhandenen Vitamin C kräftigen Anthocyane die Struktur des Bindegewebes und sorgen so für eine jugendliche, glatte Haut. Anthocyane schützen außerdem vor der schädigenden Wirkung freier Radikale in den Zellen, stärken das Immunsystem und wirken sich positivauf das Herz-Kreislauf-System aus.
In überdurchschnittlicher Menge enthält die Süßkirsche den Mineralstoff Kalium und das Spurenelement Zink. Kalium spielt eine zentrale Rolle bei der Zellversorgung und unterstützt die entwässernde Wirkung der Kirsche. Zink beeinflusst den Stoffwechsel der Hormone, hellt unsere Stimmung auf und steigert die Begeisterungsfähigkeit und Antriebskraft.


5 Portionen Obst und Gemüse täglich
.Eine Kirsch-Kur während der Erntesaison mit einer Handvoll Süßkirschen nach jeder Mahlzeit lohnt sich also in jedem Fall", so die Einschätzung von Helmuth M. Huss, Sprecher des Vorstandes des 5 am Tag e.V., der die Presseveranstaltung moderierte. Vor dem Hintergrund, dass die deutschen Verbraucher nach wie vor deutlich weniger Obst und Gemüse verzehren als die von Ernährungsexperten empfohlenen 625 Gramm am Tag unterstrich Huss noch einmal das Anliegen der 5 am Tag-Kampagne: “5 Portionen Obst und Gemüse über den Tag verteilt, am besten drei Portionen Gemüse und zwei Portionen Obst, das ist für unser Wohlbefinden und für die Vorbeugung vieler Erkrankungen eine ga~ wichtige Ernährungsregel, die man nicht oft genug wiederholen kann." Dieser Empfehlung konnte sich auch Staatssekretär Strutz nur anschließen: .Mehr Obst und Gemüse, das bedeutet ein Mehr an Gesundheit und ein Mehr an Genuss. Obst und Gemüse aus heimischem Anbau sichern aber auch Arbeitsplätze in der Landwirtschaft und sind ein Beitrag für den Erhalt unserer Kulturlandschaft."

Abdruck honorarfrei -Belegexemplar erbeten:
Fachgruppe Obstbau, Dr. Annette Urbanietz, Godesberger Allee 142-148, 53157 Bonn, Tel.: 0228-81002-49, urbanietz-obstbau@g-net.de

 


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AUSGABE 07/2010
Titel OBSTBAU Juli 2010
Titelbild: Süßkirschen aus dem geschützten Anbau sind nach wie vor auf dem Vormarsch.


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Leitartikel:
Gemeinsame Agrarpolitik - Zukunftspolitik der EU für Landwirtschaft und Gesellschaft
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