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Wissenswertes - Gesundheit

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Sauerkirschen sind Gesund

Sauerkirschen: Unübertrefflich gesund und lecker!
Ihr fruchtiger Geschmack, ihre frische Säure und ihre intensive Färbung machten die Sauerkirsche zu dem, was sie heute ist: Eine der beliebtesten Früchte der Deutschen. Aber nicht allein deshalb ist die Sauerkirsche eine der wertvollsten Obstarten.


Nicht einfach nur ein aromatischer Kuchenbelag
Süßkirschen werden mit Begriffen wie “Sommer“, “Frische“, “Genuss“, “Gute Laune“ und “Schlemmen“ in Verbindung gebracht. Für Sauerkirschen hingegen stehen Begriffe wie “Schnaps“, “Schwarzwälder Kirschtorte“ und “Säure“. Hier fehlt die “Gesundheit“, die bei Sauerkirschen auf keinen Fall fehlen darf!
Bereits seit Anfang der 60er Jahre wurden die Inhaltsstoffe der Sauerkirsche und ihre Wirkung auf den menschlichen Organismus von Wissenschaftlern analysiert. Und das, was Wissenschaftler bis heute herausgefunden haben ist überwältigend: Die Sauerkirsche ist ein äußerst wertvoller Helfern zum Erhalt der Gesundheit. Sauerkirschen bestehen im Wesentlichen aus Wasser, Mineralstoffen, Spurenelementen, Vitaminen, Ballaststoffen, Säuren und Alkohol. Ihr wertvollster Besitz für die Gesundheit des Menschen sind jedoch die sekundären Inhaltsstoffe.


Die rote Farbe ist das Geheimnis!
Alle Ergebnisse zeigen, dass Kirschen reich an Phenolen sind, speziell an Anthocyanen. Anthocyane geben der Sauerkirsche ihre kräftig dunkelrote Farbe und haben ganz nebenbei auch noch eine starke antioxidative und entzündungshemmende Wirkung. In Laborversuchern blockierten sie die Tumorentwicklung von Mäusen und das Wachstum von menschlichen Dickdarmkrebszellen. Cyanidin, ein Glykogen der Anthocyanidine, zeigte sogar eine größere entzündungshemmende Effizienz als Aspirin!
Aber die Sekundären Pflanzenstoffe in der Sauerkirsche können noch mehr: Flavonoide, ebenfalls sekundäre Pflanzenstoffe aus der Gruppe der Phenole, haben eine antioxidative Eigenschaft gegen freie Sauerstoff-Radikale. Sie verhindern den so genannten “oxidativen Stress“, auf den eine Vielzahl von Krankheiten zurückgeführt werden. Dazu zählen unterschiedliche entzündliche Prozesse, Gelenkerkrankungen wie Arthritis und Arthrosen, chronische Nierenerkrankungen, chronische Lebererkrankungen im Kindesalter, Pankreatitis und Morbus Krohn, Lungenerkrankungen und Krebserkrankungen. Sauerkirschen nehmen außerdem einen hohen Stellenwert in der Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen ein.
Und noch ein sekundärer Pflanzenstoff in der Sauerkirsche ist äußerst wertvoll: das Melatonin. Im menschlichen Körper steuert Melatonin den Tag-Nacht-Rhythmus. So kann durch den Verzehr von Sauerkirschen der Schlaflosigkeit auf ganz natürliche Weise entgegengewirkt werden.


Esst Sauerkirschen!
Sauerkirschen werden in Deutschland in großen Mengen als verarbeitetes Produkt in Konserven, Milchprodukten und Marmeladen angeboten. Gesund und lecker sind Sauerkirschen immer - egal in welcher Form sie gegessen werden. Aber frische Früchte enthalten die wertvollen Inhaltsstoffe in unverarbeiteter Form und sind deshalb besonders gesund!
Sauerkirschsaft ist übrigens eine einfache, schnelle und schmackhafte Alternative zu frischen Früchten. Hier sind die gesundheitsfördernden Pflanzenstoffen ebenso enthalten. Häufig können sie vom Körper sogar leichter aus dem Saft aufgenommen werden, als aus dem Pflanzengewebe. Und je höher der Fruchtgehalt, desto mehr sekundäre Pflanzenstoffe sind auch enthalten und desto höher ist auch die gesundheitliche Wirkung.

 


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AUSGABE 07/2010
Titel OBSTBAU Juli 2010
Titelbild: Süßkirschen aus dem geschützten Anbau sind nach wie vor auf dem Vormarsch.


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Leitartikel:
Gemeinsame Agrarpolitik - Zukunftspolitik der EU für Landwirtschaft und Gesellschaft
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