Startseite | Impressum | E-Mail

Archiv-Meldung vom 09.07.2007

Arbeit der ZMP auf der Basis des neuen Absatzfondsgesetzes

(ZMP) Mit Datum vom 26. Juni 2007 hat Bundespräsident Horst Köhler die Änderungen zum Absatzfonds- und zum Holzabsatzfondsgesetz unterzeichnet. Damit sind beide Gesetze nunmehr verabschiedet und nach Veröffentlichung auch rechtskräftig. Wichtigste Änderung in den Gesetzen ist, dass die beiden Fonds nunmehr der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) deren Personal- und Sachkosten erstatten müssen, die bei der Erhebung der Absatzfonds-Beiträge entstehen (§ 13 a). Weiterhin hat sich die Zusammensetzung des Verwaltungsrates des Absatzfonds für Land- und Ernährungswirtschaft geändert. So wird der Zentralausschuss der Landwirtschaft verstärkt vertreten sein.
Die Verabschiedung des Gesetzes gibt Zuversicht, dass die Arbeit des Absatzfonds und seiner Durchführungsgesellschaften für die Zukunft Bestand haben wird. Diese Bewertung traf der Geschäftsführer der ZMP Zentrale Markt- und Preisberichtstelle GmbH, Ralf Goessler, vor Journalisten in Berlin. Nichts desto weniger stehe, so Goessler, die Überprüfung des Gesetzes durch das Bundesverfassungsgericht auf Grund des im Jahre 2006 erfolgten Beschlusses des Verwaltungsgerichtes Köln noch aus.
Zur kurzfristigen Wirkung des verabschiedeten neuen Absatzfondsgesetzes argumentierte Ralf Goessler, dass der derzeitige finanzielle Engpass dadurch allerdings nicht aufgehoben wird, da die widerspruchsbehafteten Beiträge nach wie vor bis zum Verfassungsgerichtsurteil nicht aufgelöst werden können. Damit wird sich die Haushaltssituation bis zur Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes nicht verbessern können, was die mittelfristige Planung in starke Mitleidenschaft zieht.
In der jüngsten Diskussion um die Bedeutung des Absatzfondsgesetzes stellte sich unter anderem auch die Frage nach der Notwendigkeit von Marktbeobachtung und Marktberichterstattung durch die ZMP. Auf den Punkt gebracht: Agrarmärkte funktionieren anders als andere Märkte – darum bedarf es der ZMP!
Allein die Vielfalt der Produkte, die begrenzte Lagerfähigkeit von Frischware, natürliche und damit eingeschränkte Produktionsprozesse, Schöpfen und Versorgen aus einer weltweiten Urerzeugung, Distribution von Lebensmitteln bis hin zu jedem Haushalt, verlangt einen mehrdimensionalen Überblick über das Marktgeschehen wie in keinem anderen Markt. Stark wirken sich auch die politischen Rahmenbedingungen auf die Agrarmärkte aus. Das betrifft die Einflüsse von WTO und GATT ebenso wie EU- und nationale Umsetzungsregelungen. Diese komplexe Situation zu erfassen und zu kommentieren, ist die Aufgabe der ZMP. Bereits 1950 wurden von der deutschen Agrarwirtschaft die Weichen gestellt, um diese Einrichtung der Wirtschaft zu gründen.
Seitdem wird auf dem wichtigsten europäischen Agrarmarkt nicht nur objektiv Markttransparenz verbessert, sondern Marktresonanz mit starker Außenwirkung transportiert.
Überwiegend stehen diese Informationen in diversen Fachzeitschriften sowie in der Tagespresse, weswegen die ZMP eine Reichweite von bis zu 30 Millionen Nachdrucken pro Tag verbuchen kann. Derartige zentrale Informationen gibt es in keiner anderen Branche in Europa mit dieser Regelmäßigkeit.


«« zur Archivübersicht

 

AUSGABE 06/2008
Titel OBSTBAU - Juni 2008
Titelbild: Dieser Himbeerzuchtklon steht in der Sortenprüfung der LVWO Weinsberg. Vielleicht zukünftig eine neue Sorte?


Pfeil Inhaltsverzeichnis

Leitartikel:
Zum Pflanzenschutz bekennen undd gemeinverständlich thematisieren
Pfeil weiterlesen