Obst und Gemüse gegen Krankheiten und Übergewicht
5 am Tag gilt nach wie vor. Laut einer Europaweiten Studie senkt der Verzehr von Obst und Gemüse nicht das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken. Das bedeutet aber keinesfalls, dass durch die Aufnahme von Obst und Gemüse generell keine Schutzwirkung gegen Krebs zu erwarten ist.
Die Bundesforschungsanstalt für Ernährung und Lebensmittel (BFEL) in Karlsruhe hebt hervor, dass Schutzeffekte von Lebensmitteln je nach Krebsart unterschiedlich sein können. Für Dickdarmkrebs zum Beispiel geht eine hohe Aufnahme ballaststoffreicher Lebensmittel wie Gemüse und Obst mit einem erhöhten Schutz einher. Epidemiologische Studien haben gezeigt, dass eine regelmäßiger Verzehr von Obst und Gemüse die Gefahr vermindert, an Herz-Kreislauf-Beschwerden und Diabetes zu erkranken. Das Risiko, an Übergewicht zu leiden, sinkt ebenfalls.
Ein Krankheitsrisiko muss immer vor dem Hintergrund des gesamten Ernährungsmusters beurteilt werden. Der Bezug einzelner Lebensmittel alleine zu spezifischen Erkrankungen ist zu kurz gedacht. Wie der Ernährungsbericht 2004 zeigt, ist der Verzehr von Obst und Gemüse in Deutschland mit täglich 300 g weiterhin viel zu niedrig. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung rät zu mindestens 650 g pro Tag. Die Empfehlung "5 am Tag" ist deshalb weiterhin gesundheitlich höchst sinnvoll.
PD Dr. Bernhard Watzl, BFEL und Harald Seitz, aid
Quelle: aid Presseinfo 6 vom 10. Februar 2005
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