COPA/COGECA tagte
Am 3. März 2004 tagte die gemeinsame europäische landwirtschaftliche und genossenschaftliche Arbeitsgruppe von COPA/COGECA Obst und Gemüse. Die wichtigsten Themen waren die Vereinfachung der gemeinsamen Marktorganisation für Obst und Gemüse, die Umsetzungen der Reform der gemeinsamen Agrarpolitik auf den Obst- und Gemüsesektor und die geänderten Vermarktungsnormen für Äpfel und Birnen.
Zu der anstehenden Überarbeitung der gemeinsamen Marktorganisation für Obst und Gemüse sieht der Zeitplan der Europäischen Kommission vor, Mitte 2004 Verordnungsvorschläge vorzulegen. Auf der Tagung der europäischen Agrarminister am 21. und 22. Juli 2004 in Luxemburg wird über dieses Thema diskutiert. Bei der Überarbeitung fordert COPA/COGECA, dass die Vorschriften so angepasst werden, dass die Harmonisierung der Anwendung in den Mitgliedstaaten verbessert wird und die Erzeugerorganisationen gestärkt werden. Darüber hinaus sollten alle frischen Kräuter in die Marktorganisation einbezogen werden. Ausnahmen bei der Andienungspflicht für Erzeugnisse, die im Wesentlichen an die Verarbeitungsindustrie geliefert werden und die von der betreffenden Erzeugerorganisation nicht gehandelt werden, sind zu erweitern und zu flexibilisieren. In einem weiteren wichtigen Tagesordnungspunkt wurden die Auswirkungen der Umsetzung der GAP-Reform auf den Obst- und Gemüsesektor diskutiert. Es wurde deutlich, dass außer in Schweden und Teilen des Vereinigten Königreiches in keinem anderen Land der EU das Regionalmodell zur Anwendung kommen wird. Von deutscher Seite wurde die Forderung aufgestellt, dass im Regionalmodell die Dauerkulturen ebenfalls einbezogen werden und die Begrenzung der Obst- und Gemüseflächen auf das Jahr 2003 aufgehoben wird.
Bei der Änderung der Vermarktungsnormen für Äpfel wiederholte COPA/COGECA erneut seinen Standpunkt, die derzeitigen Mindestgrößen für Tafeläpfel nicht abzusenken. Bis auf Neuseeland sind im Weltapfelverband alle Mitglieder ebenfalls dieser Auffassung. Die Europäische Kommission sei deshalb gut beraten, zunächst nochmals die Diskussion in der UNECE-Kommission in Genf zu führen, bevor die EU die Vermarktungsnormen für Tafeläpfel absenkt.
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