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Archiv-Meldung vom 20.03.2003

Verbesserung der Rahmenbedingungen gefordert - Agrarbericht 2003 der Bundesregierung

Die Bundesregierung hat den Agrarbericht 2003 vorgelegt. Danach beträgt bei den ausgewerteten Gartenbaubetrieben des Testbetriebsnetzes im Berichtsjahr 2001/2002 für das im Juni 2002 abgelaufene Wirtschaftsjahr der Gewinn 41.008 € je Unternehmen und hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr mit 39.625 € kaum verändert. In Obstbaubetrieben konnte für den gleichen Zeitraum im Agrarbericht nach sehr schlechten Vorjahresergebnissen ein Gewinn von 36.555 € je Unternehmen ermittelt werden, der allerdings noch um 21 % über dem Gewinn des Vorjahres mit 30.085 € liegt. Der Gewinn je Arbeitskraft erhöhte sich um 16,1 % und zwar von 15.929 € im Wirtschaftsjahr 2000/2001 auf 18.492 € im Wirtschaftsjahr 2001/2002.
Für den Bundesausschuß Obst und Gemüse sind die Einkommenssituationen in den Obst- und Gemüsebaubetrieben nach wie vor nicht ausreichend. Die Bundesregierung wird wiederholt aufgefordert, die einheimischen Erzeuger entsprechend zu unterstützen. Damit würde sie den Wünschen der Verbraucher gerecht werden, die bevorzugt nach deutschem Obst und Gemüse greifen. Nach wie vor ist das Image des deutschen Obst- und Gemüsebaues bei den Verbrauchern dank der freiwilligen Anstrengungen der Erzeuger mit dem kontrollierten Integrierten Anbau und dem Qualitätssicherungssystem Obst und Gemüse gut. Die Politik ist nach wie vor aufgefordert, die Erzeuger dabei zu unterstützen, dass das hohe Ansehen von deutschem Obst und Gemüse bei den Verbrauchern auch künftig Bestand haben wird. Dazu ist erforderlich, dass für alle Obst- und Gemüsekulturen in 2003 ein ausreichender und wirkungsvoller Pflanzenschutz möglich ist. Dies ist zur Zeit nicht gewährleistet, die Bundesregierung muss hier umgehend handeln. Die Verbesserung der Einkommenssituation der Unternehmen im Obst- und Gemüsebau ist nur durch eine deutliche Preisanhebung für deutsche Obst- und Gemüseerzeugnisse möglich. Angesichts der ständig steigenden Zufuhren von Obst und Gemüse aus anderen EU-Mitgliedstaaten und Drittländern wird dies zunehmend erschwert. Hier ist die Bundesregierung ebenso aufgefordert, für eine Verbesserung der Vermarktungsbedingungen von deutschem Obst und Gemüse im Lebensmittelhandel einzutreten. Zudem sind - angesichts der aktuellen Preissituation - Schritte gegen einen Verkauf von Nahrungsmitteln unter Einstandspreis erforderlich.
Der Bundesausschuß Obst und Gemüse fordert die Bundesregierung auf, die Pläne zur faktischen Abschaffung der Umsatzsteuerpauschalierung zurückzunehmen, den reduzierten Mehrwertsteuersatz für Blumen und Zierpflanzen unverändert beizubehalten, dringend erforderliche Maßnahmen zur Entbürokratisierung im Obst- und Gemüsebau einzuleiten. Nur dieses Bündel von Maßnahmen kann die Wettbewerbssituation der deutschen Obst- und Gemüsebetriebe verbessern.
Dr. Hans Dieter Stallknecht, Bundesausschuss Obst und Gemüse, Godesberger Allee 142 – 148, 53175 Bonn


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AUSGABE 06/2008
Titel OBSTBAU - Juni 2008
Titelbild: Dieser Himbeerzuchtklon steht in der Sortenprüfung der LVWO Weinsberg. Vielleicht zukünftig eine neue Sorte?


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Leitartikel:
Zum Pflanzenschutz bekennen undd gemeinverständlich thematisieren
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