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Anbaugebiete / Regionalberichte

Obstbau in Sachsen

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Das Anbaugebiet

Das sächsische Anbaugebiet ist mit einer Erzeugung von durchschnittlich ca. 110.000 t Obst das drittgrößte Obstbaugebiet in Deutschland. Die Hauptanbaugebiete, mit etwa 85 % der Anbaufläche, liegen zwischen dem Elbtal mit seinen Randgebieten, der Vorgebirgslage des Erzgebirges, Freiberger Mulde und Mulde. Jeweils 6 % der erwerbsmäßig bewirtschafteten Obstflächen befinden sich in der Region um Leipzig und der Zwickauer Mulde einschließlich seiner anliegenden Obststandorte. Den geringsten Anteil mit 3 % der Obstfläche bewirtschaften Erzeuger in den Lausitzer Vorgebirgslagen.
Die Obststandorte in Sachsen sind von einem kontinentalen Klimaeinfluss gekennzeichnet. Die Jahresdurchschnittstemperatur schwankt zwischen 7,5 °C auf den lokalen Vorgebirgsstandorten und 9,0 °C im Einzugsgebiet des Elbtales. Die Jahresniederschläge in den niederschlagsärmeren Gebieten erreichen 590 mm und in den begünstigteren 820 mm. Die Sommerniederschläge von April bis September mit 340 bis 480 mm sind für den Kernobstanbau sehr gut. Die mit Obstgehölzen bepflanzten Böden sind tiefgründige Löß- und Verwitterungsböden, meist mit Lößauflage. Die Apfelplantagen stehen auf Böden mit einer Bodenwertzahl über 50.




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Bedeutung des Obstbaus

Im Landesverband “Sächsisches Obst” e.V. sind 59 Obstanbaubetriebe im Haupt- und Nebenerwerb Mitglied, die ca. 4.900 ha Obst bewirtschaften. Die durchschnittliche Betriebsgröße beträgt 83 ha. Die Betriebsgrößen schwanken zwischen 1 und 354 ha. Die dem Verband angehörenden Erzeuger bewirtschaften etwa 98 % der Erwerbsobstbaufläche von Sachsen.

Betriebsgrößenstruktur im Landesverband “Sächsisches Obst” e.V.

1 -   10 ha Obst 9 Erzeuger
10 -   20 ha Obst 7 Erzeuger
20 -   50 ha Obst 15 Erzeuger
50 -   100 ha Obst 8 Erzeuger
110 -   150 ha Obst 8 Erzeuger
150 -   200 ha Obst 3 Erzeuger
200 -   250 ha Obst 6 Erzeuger
> 300 ha Obst 3 Erzeuger

Die Anbaufläche hat sich seit 1991 wesentlich verändert. Sie liegt bei 4.900 ha. Die Fläche der einzelnen Obstarten ist von steigendem Apfel- und Erdbeeranbau und rückläufigen Flächen beim übrigen Obst gekennzeichnet.
Der Start im umweltschonenden, kontrollierten, Integrierten Anbau verlief sehr erfolgreich, da seit 1975 eine intensive Bestandsüberwachung nach Schadschwellen in den meisten Betrieben nachzuweisen war und fundierte Erfahrungen vorlagen. Nach der Sächsischen Richtlinie von 1991 wurde von 5 % der sächsischen Obstfläche Obst mit dem sächsischen Gütezeichen angeboten. Nach 10 Jahren waren es bereits 82 %. Seit 1994 werden die IP-Flächen als umweltgerechter Anbau durch die EU und das Land Sachsen gefördert.




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Welche Obstarten werden angebaut?

  Sorten Gesamtfläche Erntemenge
Apfel Jonagold, Golden Delicious, Idared, Gloster, Elstar, Gala, Shampion, Pinova, Re-Sorten, *) 2.900 ha ca. 95.000 t
Birnen   120 ha ca.3.000 t
Aronia   51 ha ca.100 t
Pflaumen   79 ha ca.800 t
Süßkirschen   190 ha ca.400 t
Sauerkirschen Schattenmorelle, Kelleris, Fanal 890 ha ca.5.500 t
Strauchbeerenobst   140 ha ca.700 t
Erdbeere Elsanta, Honeoye, Symphonie, Korona, Selva 460 ha ca.4.500 t

*) Die Apfelsorten ‘Shampion‘ und ‘Pinova‘ aus den sächsischen Anbaugebieten haben sich auf dem Markt umfassend als “Neulinge” etabliert.




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Vermarktung und Absatzwege
  • ca. 70 % über die Erzeugerorganisation Dresdner Obst e.G. und Erzeugerorganisation Sachsenobst GmbH
  • ca. 20 % über andere Erzeugerorganisationen und Großhandel
  • ca. 10 % Direktvermarktung (Hofläden, Selbstpflücke, Wochenmärkte)



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Beratung und Versuchswesen
  • Die Anbauberatung erfolgt durch Berater der Erzeugerorganisationen. Sie führen gemeinsam mit den entsprechenden Fachbereichen der Sächsischen Landesanstalt für Landwirtschaft Praxisversuche durch.
  • Die Sächsische Sortenkommission der Marktvereinigung Obst & Gemüse Sachsen-Sachsen/Anhalt e.V. bietet einen Warndienst ebenso an wie Beratung, Seminare und Schulungen. Gemeinsam mit der Sächsischen Landesanstalt für Landwirtschaft, Fachbereich Gartenbau und Fachbereich Pflanzliche Erzeugung werden Versuche durchgeführt.
  • Die Wahrnehmung landeshoheitlicher Aufgaben erfolgt durch die Sachbearbeiter für Obstbau an den Staatlichen Ämtern für Landwirtschaft und Gartenbau in Großenhain, Löbau und Mittweida sowie Rötha.
  • Die Sortenprüfung für Kern- und Beerenobst wird im Bundessortenamt, Prüfstelle Wurzen durchgeführt.
  • Die Bundesanstalt für Züchtungsforschung, Institut für Obstforschung Dresden-Pillnitz züchtet Sorten bei Kern-, Stein- und Beerenobst.
  • An der Hochschule für Technik und Wirtschaft, Fachbereich Landbau und Landespflege Dresden-Pillnitz werden Diplomingenieure im Fachbereich Gartenbau ausgebildet.
  • Die Ausbildung zum Techniker oder Wirtschafter kann an der Fachschule für Technik/Gartenbau Dresden-Pillnitz der Sächsischen Landesanstalt für Landwirtschaft absolviert werden



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Kontakt:

Geschäftsführer des Landesverbandes “Sächsisches Obst” e.V
Udo Jentzsch
Wolfshügelstraße 22
01324 Dresden

Telefon: 0351 / 2641074
Telefax: 0351 / 2641075


Vorsitzender des Landesverbandes “Sächsisches Obst” e.V.
Dr. Klaus Griesbach
Dorfplatz 2
01809 Borthen

Telefon: 0351 / 2848585
Telefax: 0351 / 2818043


Stellvertretender Vorsitzender des Landesverbandes “Sächsisches Obst” e.V.
Dietmar Sommer
01665 Reichenbach

Telefon: 03521 / 457259
Telefax: 03521 / 457468