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Anbaugebiete / Regionalberichte

Obstbau in Mittelbaden

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Das Anbaugebiet

Die Obstregion Mittelbaden liegt zwischen dem Schwarzwald und dem Oberrhein, sowie den Städten Karlsruhe, Straßburg und Lahr. Mittelbaden ist das bedeutendste Beeren- und Steinobstanbaugebiet Deutschlands. In der Region sind besonders günstige Standortverhältnisse für den Obstbau anzutreffen:

  • Sandige Lehm- tiefgründige Lößböden
  • 850 mm durchschnittlicher Jahresniederschlag, der in der Vorbergzone auch 1.100-1.200 mm betragen kann
  • 9,8 °C Jahresdurchschnittstemperatur
  • 1.700-1.800 Sonnenscheinstunden pro Jahr
Aufgrund des warmen Klimas spielt die Frühzeitigkeit beim Absatz eine entscheidende Rolle, die durch die Auswahl von frühreifenden Sorten forciert wird.



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Bedeutung des Obstbaus

Mittelbaden ist eine der vielfältigsten Obstregionen Deutschlands, denn außer Aprikose werden alle marktrelevanten Obstarten angebaut. Eine Besonderheit ist die Edelobstbrennerei. 20 % aller deutschen Abfindungsbrennereien befinden sich im Ortenaukreis. Das Brennwesen spielt deshalb für den Erhalt der landschaftsprägenden Kirsch-, Zwetschen- und Kernobstbäume eine große Rolle.
Die Betriebstruktur im Gebiet Mittelbaden ist durch Kleinbetriebe geprägt. Die Obstanbaufläche wird überwiegend von Familienbetrieben mit 0,5 bis 12 ha bewirtschaftet, wobei die Zu- und Nebenerwerbbetriebe mit 65 % überwiegen.
Das mittelbadische Obstanbaugebiet (Raum Offenburg und Rastatt) umfasst ca. 4.200 ha Baumobst. Beerenobstanbau findet im Raum Oberkirch auf ca. 500 ha und im Raum Rastatt auf 350 ha statt.




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Welche Obstarten werden angebaut?

  Sorten Gesamtfläche Besonderheiten
Tafeläpfel Hauptsorten: Delbarestivale (Ambassy), Elstar (Red Elstar Michielsen), Gala (Mondial, Galaxy), Jonagold (Novajo, Jonakarina), Braeburn (Hillwell, Lochbui)
Nebensorten: Arkcham, Akane, Pinova, Rubinette, Topaz, Golden Delicious (Reinders, Weinsberg), Idared, Fuji Typ Kiku 8
700 ha  
Mostäpfel   100 ha  
Birnen Williams Christ 100 ha vorwiegend für die Brennerei
Süßkirschen Brennkirschen:
Hauptsorten: Dollenseppler, Benjaminler
Nebensorten: Rotstieler, Wölflisteiner, Lokalsorten
Konservenkirschen: Dollenseppler, Schwarze Kracher, Schwarze Königin, Polenkirsche, Pollux
1.400 ha vorwiegend Brennware; nur 24 ha Tafelkirschen
Pflaumen Hauptsorten: Katinka, ersinger, Cacaks Schöne, Hanita, Cacaks Fruchtbare, Hauszwetsche, Presenta
Nebensorten: Ruth Gerstetter, Herman, Cacaks Frühe, Pitestean, Jojo, Elena
1.900 ha Erntemenge: 10.000-16.000 t
Erdbeeren Hauptsorte: Elsanta
Nebensorten: Honeoye, Darselect
Im Kommen sind ’Clery’, ’Sonata’
Remontierende Sorten: Everest, Seascape, Selva
600-650 ha Raum Oberkirch:
250-300 ha,
Raum Rastatt: 350 ha
Johannisbeeren   140 ha  
Brombeere Loch Ness   Erntemenge: 132 t
Himbeeren Hauptsorten: Tulameen, Elida, Meeker
Nebensorten: Resa, Glen Ample
40 ha Erntemenge: 250-350 t
Stachelbeeren Hauptsorte: Achilles
Nebensorten: Maiherzog ,Invicta, Rote Triumph, Xenia
25 ha Erntemenge: 250-300 t
Heidelbeeren Duke, Bluecrop 20 ha Erntemenge: 80 t

Desweiteren werden Sauerkirschen, Pfirsiche und Mirabellen in geringem Umfang angebaut.




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Vermarktung und Absatzwege

Das angebaute Obst wird zu 95 % durch den Obstgroßmarkt Mittelbaden (OGM) in Oberkirch vermarktet. Die Genossenschaft hat nahezu 8.000 Mitglieder und besteht in dieser Form seit dem 01.01.1996. Sie ist durch eine Fusion der vier Genossenschaften REO Oberkirch, OAG Bühl, ACHAG Achern und OGA Ortenberg entstanden. An ca. 30 Sammelstellen wird die Ware erfasst und an die Zentrale weitergeleitet.
Der Wert der Ware beträgt im Durchschnitt der Jahre 21-25 Mio. Euro.




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Beratung und Versuchswesen

Die Beratung im Gebiet erfolgt durch eine Obstbauberatung am Landratsamt Ortenaukreis in Offenburg, zwei genossenschaftliche Berater am OGM in Oberkirch und eine private Obstbauberatung (POB). Zusätzlich gibt es eine übergebietliche Pflanzenschutzberatung.
Versuche werden von allen oben genannten Stellen durchgeführt.




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Kontakt:

N.N.